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In Tbilisi sind wir wieder mit Maria und Wolfgang und ihrem Hund Vanny unterwegs. Ohne es auszumachen sehen wir sie am Straßenrand parken. Gemeinsam bummeln wir durch die Altstadt, zum Fluss Kura und genießen die georgische Küche.

Geradewegs nach Norden geht es über die „Heeresstraße“ zur russischen Grenze in den Hohen Kaukasus. 5033 Meter hoch ist der Kazbegi. Zu seinen Füßen liegt das Sameba Kloster von Gergeti in beeindruckender Lage. Am Kreuzpass auf 2200 Meter übernachten wir und erleben ein Gewitter mit Sturm der uns ordentlich durchbeutelt. Zurück über eine Schotterpiste brauchen wir einen ganzen Tag nach Gremi. Die Burg dort mit schöner Kirche zählt zu den Weltkulturerbestätten der UNESCO.

Im Tal des Alazani ist das Hauptweinbaugebiet der Georgier. Wein hat hier eine 6000 alte Tradition. Bei Frau Nunu verkosten wir in ihrem Keller den roten Saperawi und weißen Kotechi. Zudem hat sie viele alte Gebrauchsartikel gesammelt und ausgestellt.

Nach 6 Tagen trennen wir uns wieder von Maria und Wolfgang nach dem Besuch des Kloster Bodbe. Es ist ein Nonnenkloster und wichtigstes Pilgerziel der GeorgierInnen. Es gibt hier eine heilige Quelle, die mit einem Badehäuschen überbaut wurde. Das Wasser soll viele Leiden heilen wenn man 3x untertaucht. Ob es auch bei Anneliese wirkt? Sie vollzieht das Ritual und vertraut auf die Wirkung des eiskalten Wassers. Auf jeden Fall stärkt man seinen Kreislauf, wenn man den Kälteschock überlebt.

Maria und Wolfgang werden uns über Swanetien nach Batumi in die Türkei vorausfahren. Es war schön mit ihnen zu reisen und die Hunde haben sich toll verstanden.

Georgia goes west!
Ist es in Armenien noch nicht zu erkennen wohin es geht, so ist Georgien eindeutig auf dem Weg nach Europa. Besonders merkt man das in der Hauptstadt. Wir füllen in einem riesigen Einkaufszentrum unsere Vorräte auf. Neben eigenen Erzeugnissen gibt es hier in Carrefour Käse und Wein, Pasteten, Biere und viel anderes aus Europa. Der Speck kommt aus Ungarn und dann sehen wir sogar Käsekrainer aus Österreich!!

Es gibt eine Menge Leute die hier einkaufen: jüngere Menschen und Familien mit schon gehobenem Lebensstandard. Das darf aber nicht über die ärmlichen Verhältnisse am Land hinweg täuschen. Am Parkplatz stehen neue Mercedes, Lexus, Toyotas und BMW. Wären da nicht die vielen Rostlauben von Lada, Gaz und Wolga, sowie viele Fuhrwerke am Land, man bekäme ein falsches Bild.

Unser Plan ist es, über den 2623 Meter hohen Sagar Pass nach Ushguli in Oberswanetien und weiter durch das Tal des Enguriflusses zum Schwarzen Meer zu fahren. Ushguli liegt auf 2400 Meter Höhe. Es ist das höchste Dorf Europas und es ist dort 8 Monate Winter. Wolfgang und Maria sind uns dorthin vorausgefahren. Am Samstag erhalten wir ein SMS, dass der Pass noch unpassierbar ist und sie umkehren mussten.
Wir können aber über Kutaisi, Zugdidi und Mestia nach Ushguli und seinen mittelalterlichen Wehrtürmen fahren.

In Kutaisi stoppen wir erst einmal. Die Bagratiden Kirche ist Weltkulturerbe. Wir suchen nach einer Ruine, die die Osmanen im 17. Jhdt. mittels Sprengstoff aus der Kathedrale machten. So stehst im Buch. Aber staune! Die Kirche erstrahlt vollständig restauriert auf ihrem Hügel über der Stadt.
Kutaisi ist das alte Kolches. Wer dem M. Köhlmaier oder seinem Geschichtslehrer zugehört hat weiß, dass Jason, der griechische Held hierher mit seinem Schiff Argos kam, das Goldene Vlies und die Medea raubte. Etwas ganz ähnliches haben wir auch entdeckt: der Stadtverkehr – Bus aus Kufstein fand ebenfalls seinen Weg durch die Dardanellen hier her und macht weiter brav seinen Dienst als Stadtbus. Nur das Nummernschild wurde getauscht und er bekam Vorhänge. Eine Story, ebenfalls sagenhaft!

Konnten in der Stadt ein Versicherungsbüro entdecken und fahren seit heute(Mo.9.6.) wieder „streetlegal“. Schlafen am Parkplatz des Klosters Gelati, ebenfalls Weltkulturerbe.

Ausflug nach Oberswanetien.
Die Swanen sind ein eigener Stamm, unterteilt in viele Clans. Schon vor 1000 Jahren siedelten sie in Swanetien in einem Tal südlich des Kaukasus. Sie sind erst spät Christen geworden und sprechen noch eine eigene Sprache.
Mestia ist der Hauptort im Tal. Wir können ein Haus aus dem 12. Jhdt. mit originaler Einrichtung anschauen. Weil es auf 1500 Meter Höhe im Winter kalt wird, wohnten Mensch und Tier gemeinsam in einem Raum. Auf einer Seite war der Barren für die Kühe und Schafe sowie der Hühnerstall. Über den Kühen war ein Holzboden, auf dem man in Reih und Glied schlief und vom Vieh gewärmt wurde. Die offene Feuerstelle war mitten im Raum und um diese herum waren Bänke zum Essen. Der Raum darüber war für das Heu, eine gute Wärmedämmung nach oben. Jedes Haus besaß auch einen Wehrturm. Weil die Clans untereinander oft stritten und die Blutrache herrschte, zog sich die Familie dorthin zurück wenn ein Angriff drohte. So erklärt es uns Frau Larisa, eine Nachkommin des Margiani- Clan wortreich in einem Gemisch aus georgisch und englisch. Ich turne die Leitern durch 6 Stockwerke hoch und stelle mir vor, wie alle nach oben klettern, die Leitern hochziehen und von ganz oben den Angreifern eine lange Nase drehten.
Heute sorgt ein großer Polizeiposten in einem hypermodernen Turm dafür, dass keine Vendetta mehr stattfindet und die Türme nur mehr Symbole für die Macht der alten Familien sind.
Einen Tag sind wir durch mehrere Dörfer gewandert. Viele Häuser sind Ruinen und Menschen sind abgewandert. Das Leben muss hart und entbehrungsreich sein. So kurz die Vegetationszeit ist, so lange ist der Winter. Und da ist man oft abgeschnitten in den Tälern und Selbstversorger. Einziges Transportmittel ist dann der Holzschlitten und das Pferd.

Und weil es uns so gut in Georgien gefällt, werden wir nicht in Batumi ausreisen, sondern noch eine kleine weitere Straße mit Pass Goderdzi fahren und bei Akhaltsikhe wieder in die Türkei ausreisen.

Recht liebe Grüße an daheim
AuGsamt LeonAnanuri

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Leon

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