Archive for the ‘im Norden 2018’ Category

Inzwischen haben wir uns in Schweden gut eingelebt. Es eignet sich gut zum „seelebaumelnlassen“ und wir sind im Flow.
Es sind die Menschen, die Natur, die Kultur die uns sehr entsprechen und wir können ein bisschen teilhaben: viele Gehöfte von Bauern und Wohnhäuser sind für Besucher geöffnet und können besichtigt werden, obwohl die Leute dort wohnen. Alles ist liebevoll erhalten und in Gebrauch. Auch kleine Restaurants und Cafés sind im alten Stil zu sehen und wir genießen das Essen in wunderschönem Ambiente.
Die Schweden legen viel Wert auf Altes: Häuser und ganze Viertel werden restauriert und wieder bewohnt, es gibt „Loppis“ ( Antiquitätenhändler) an allen Ecken und nirgends in Europa sieht man so viele Oldtimer auf den Straßen. Dabei sind die Skandinavier alles andere als verzopft. In Norwegen laufen die meisten E-Autos Europas, die Finnen besitzen eine große Telekommunikationsindustrie. Den Fortschritt kann man aber auch anders messen: Kopenhagen besitzt zahlreiche breite Fahrradwege, und die Fahrräder im Stadtbild sind so zahlreich wie nirgends sonst.Das reduziert den PKW Verkehr, verbessert die Stadtluft und beschleunigt das Vorankommen.

Unsere dänische Fähre treibt ein Hybridmotor neuerster Bauart mit 16.000 kW an und die Abgase werden gewaschen.

Diese Fähre bringt uns nach Deutschland. Fehmarn, Lübeck, Hamburg sind die nächsten Stationen. Lauter schöne Städte, aber eben anders als der Norden. In der Lüneburger Heide, die wir durchqueren, gibt es alles mit „Heide“ voran. Heidekraut, Heideglück (Gasthaus) Heidekartoffeln vom Bauern und Heidekies per Schiffstransport auf der Weser. Auch gibt es viele Heidetouristen. Auf Rädern, in Kutschen, gemütlich im Biergarten. Nur wäre der Altersschnitt in ganz Deutschland wie hier, könnte bald der letzte das Licht ausdrehen. Zum Glück wird das aber nicht passieren. In den Städten sieht man viele jungen Leute verschiedenster Nationen.

Damit beenden wir unseren Bericht und machen uns auf die Heimreise.

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Es braucht also heuer einen zweiten Anlauf um unser Vorhaben „Skandinavien“ umzusetzen.
Nach einer fast zweimonatigen Zwangspause und einer Getriebereparatur in der Steiermark steht der Reise nichts mehr im Wege und wir beginnen sie erst einmal in einer Buschenschank der Oststeiermark, um nach einer opulenten Brettljause mit Geselchtem, Käse, Schmalz und ähnlich fetten Zutaten die Maximalbelastung des Verdauungstraktes zu testen. Anneliese ist vorsichtiger und verzehrt lieber eine geräucherte Forelle. Fazit: nichts bereut und es war die Sünde mehr als wert.

Die nächsten 1.600 Kilometer sind schnell erzählt: durch Deutschlands Osten bis Görlitz, quer durch Polen nach Malbork und Elblag. Von hier sind es nur mehr wenige km zur Grenze der russischen Enklave Kaliningrad.
An einem schönen Sonntagmorgen kommen wir dort an und erwarten wie gewohnt den wiehernden russischen Amtsschimmel. Doch statt Schimmel empfangen uns zuvorkommende ZöllnerInnen, übernehmen sogar das Ausfüllen der zweiseitigen Zolldeklaration auf russisch, werfen einen kurzen Blick ins Auto und geben die Passdaten schnell in den Computer und uns alle Papiere zurück. Finish? Frage ich misstrauisch nach einer knappen 1/2 Stunde. „You can go and have a good journey“ . Die freundliche Behandlung ist wohl der Fußball WM geschuldet, die gerade läuft. Mal sehen, wie nachhaltig das ist.
Der Weg ist also frei nach Kaliningrad und wir mischen uns vorsichtig in den Stadtverkehr. Wir haben ja keine Versicherung für das Auto in Russland.
Vorbei an gerade erst eingeweihten Fußballstadion, wo sich am Tag zuvor Kroatien und Nigeria ein erstes Match lieferten, bis ins Zentrum.
Wir finden einen bewachten übernachtungsgeeigneten Parkplatz am Ufer der Pregola. Diese ist eine belebte Wasserstraße auf der Boote mit Touristen und jungen Leuten beladen Stadtrundfahrten machen. Zu sehen gibt es einen großteils neu erbauten Stadtkern mit Restaurant – und Ladenstraßen, und auf einer Insel der riesige Dom aus dem 13.Jh. , als die Stadt als Königsberg gegründet wurde. Die Kirche war bis zum Weltkrieg II der Mittelpunkt der Altstadt. Jetzt steht sie einsam da, wo sich früher Gassen und Häuser um den Dom duckten ist heute ein großer Park mit Bäumen und Bänken. Einzig die Ruhestätte des großen Sohnes der Stadt liegt im Schatten der Kirche. Immanuel Kant, hier geboren und auch beerdigt. Auch einen großen Filmemacher ehrt die Stadt mit einer Statue: Woody Allen ist hier in der Lobby des Scala Cinema zu bestaunen.

Die Leute begegnen uns aufrichtig erfreut dass wir extra herkommen um ihre Stadt zu besuchen. Sie sind stolz, Austragungsort der WM zu sein und so viele Gäste begrüßen zu können. Auch wenn sie sich selbst die teuren Eintrittskarten kaum leisten können. Die Zukunft wird zeigen, ob das Geld gut angelegt ist oder rasch verpufft. Es ist ein von oben genau kalkulierter Akt um Patriotismus und die Zustimmung für den Präsidenten zu fördern. Man kann zu Putin stehen wie man will, aber als großen Staatsmann sehen ihn die meisten Russen.

Am nächsten Tag fahren wir zum „Frischen Haff“ nach Baltijsk, dem Heimathafen der russischen Ostseeflotte. Seiner Lage im ehemaligen Ostpreußen verdankte die Hansestadt Königsberg ihren Reichtum und Einfluss. Die große Weltpolitik hat ihr einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht.
Wir verbringen noch eine Nacht auf der russischen Seite der „Kurischen Nehrung“. Links der Straße die Ostsee mit einem herrlich wilden und sauberen Sandstrand, rechts das Haff, seicht, ruhig und schilfbewachsen. Beide Seiten unberührte Natur und ein Paradies, das wir für die Nacht nur mit Fuchs, Hase und vielen Wasservögeln teilen.

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Abschied von Portugal

Zum Abschied von Porto gabs noch eine Straßenbahnfahrt mit der Nostalgie-Tram. Ein……..

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Galiciens Küste ist 1200 km lang und es gibt 770 wunderschöne, meist einsame Strände mit Feinsand.

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Über Lugo, Ort mit Stadtmauer und schöner Altstadt fahren wir weiter und treffen bei Ribadeo auf den Atlantik.

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auf den Hund gekommen 2012

Am Montag haben wir noch einen Nachtplatz außerhalb Leons gefunden; eine romanische Kirche deren Schutzheilige Namenstag hatte….

Ihm zu Ehren kam das ganze Dorf zusammen. Es wurde ein Volksfest veranstaltet mit Musik, Schweinestelzen, Schießbuden, Böller und Preisranggeln. Wir waren aber weit genug weg und haben so gut geschlafen, dass wir fast den Krankenhaustermin versäumten.Nach der Blutabnahme dann das nächstgelegene Einkaufszentrum ins Navi eingegeben und shoppen gegangen.

So nahm das Verhängnis seinen Lauf. Nach Brot, Eier, Gemüse und Obst geht’s zur ZARA Filiale , suchen und finden 2 Jeans für mich und einen Pulli für A. Dabei lag am Weg  eine Kleintierhandlung mit eine Glasvitrine, bodenbedeckt mit Zeitungsschnipsel und darin eine Welpe mit treuherzigen Blick. Nach dem Einkauf geht’s zum Auto, wir steigen ein und fahren im nächsten Kreisel falsch ab. Wir umkreisen das EKZ, reden über den netten kleine  Fox Terrier und beschließen, dass man so einen Hund ja mal ansehen könnte.- nur mal so ansehen und informieren…..

Eine Stunde später gehen wir zurück zum Parkplatz mit einem Hund im Arm, Bettchen, Geschirr, Leine, Futter, Spielzeug, Shampon, Napf……

Er ist 8 Wochen alt, grau mit dunklen Flecken, matcho, geimpft,gecipt, mit Papieren. Weil man im Pass auch einen Namen angibt und wir in Leon sind, taufen wir ihn spontan Leon.

Wir waren über uns selbst verwundert- aber vielleicht waren wir gerade reif für diese Entscheidung.

Wenn ich dies schreibe ist es 2 Tage später und wir sind in LUGO in Galizien. Leon liegt neben mir auf der Parkbank und geniest den Schatten. Nach einem Bad ist er jetzt weiß mit grauem Kopf und Hintern. Da ist eine Menge Druckerschwärze rausgegangen.

Die erste Nacht verlief ruhig, nur einmal auf den Boden gepinkelt und  2 Stunden später einen Plastikjeton gekotzt und nach dem Aufstehen hab ich ihn gerade noch aus dem Auto gehalten, bevor das produzierte Würstchen vor unserem Eingang lag. Aber das sind halt die Anfangsschwierigkeiten beruhigen wir uns.

Wir haben in Molinaseca einem kleinen Ort mit vielen Herbergen, Restaurants und Bars für die fußmüden Pilger geschlafen. Hier treffen wir auf 4 Kufsteiner Pensionisten mit Leihwagen , eifrige Turner, alle bekannt mit der Autonummer KU-DIA…. ein Autor eines Kaisergebirge-Wanderführers, ein Makler, ein Gendarm. Sie sind den Jakobsweg von Porto in Portugal bis Santiago gegangen und fahren nun mit dem Auto den spanischen Jakobsweg zurück. Der Zufall führt oft Regie.

Anneliese hat heute per e-mail die Befunde bekommen und wartet nun auf das Telefonat der Kufsteiner Ärztin.

Liebe Grüße an die Familie und Freunde

AuGuLeon

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de Leon 2012

Nach Süden geht’s dann, wenn der Wind immer von rechts weht und der Atlantik braust….. (mehr …)

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