Archive for the ‘Kaukasus – Reise 2014’ Category

Hallo liebe Freunde!
Wir haben unterwegs einige nette Leute kennengelernt – u.a. Maria und Wolfgang. Wir haben einige nette Tage gemeinsam verbracht und wir möchten euch die Web-Seite von ihnen weitergeben.

Sie waren übrigens im letzten Jahr in Albanien und ihr Reisebericht erscheint per 1.9. im „Allradler“

http://www.woki-wege.at

AuG

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REISEN statt RASEN –
Das ist unser Motto und deshalb waren wir ganz schön lange unterwegs. Das wird unser letzter Bericht dieser Reise.
Heute sind wir in Timisoara, dem alten Temeschwar der deutschen Volksgruppe. Morgen geht’s über die Grenze nach Ungarn und weiter Richtung Heimat. Der Sommer und der Längsee warten und wir freuen uns auf Freunde, Kinder, den Lorenz und den ganz kleinen Matthew.
Die letzte Etappe beginnt also mit Edirne in der Türkei.
Von dort reisen wir in Bulgarien ein und bleiben erst einmal wieder für ein paar Tage am Cerno More mit langen Sandstränden. Uns fällt besonders die Abwesenheit von Picknickmüll auf. Die Verantwortung für die Natur ist viel größer wie bei den Türken. Diese lieben es, mit Kind und Kegel aufs Land (Strand) zu fahren, zu grillen, zu schlemmern und die Reste vom Fest bleiben verstreut auf dem Platz liegen. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass es so viel schöne Natur gibt und deshalb nicht so sorgsam damit umgegangen wird.

Noch eine kritische Bemerkung: gib keinen Türken einen Bagger oder LKW in die Hände. Er wird jedes Tal damit durchpflügen, jeden Berg der ihm in den Weg kommt, abtragen. Wozu? Jede Straße, auf der mehr als 10 Autos in der Stunde unterwegs sind wird 4 spurig ausgebaut und begradigt. Dabei werden die schönsten Täler vollkommen zerstört. Alles Material bleibt links und rechts der neuen Straße liegen und bildet eine Mondlandschaft. Wurst, denkt der Türke, es gibt noch so viel unberührte Natur. Da kommt es auf ein paar km2 nicht an. Und die Wirtschaft wird es schon so verlangen. Man will mit viel Gewalt den Fortschritt erreichen.

Hier in Bulgarien und Rumänien läuft alles langsamer. Das die EU nicht an allen Ecken und Enden reich ist, merkt man auch. Es gibt schon viele Hotels an der Küste, aber auch lange Naturstrände, grad recht für uns.
Nesebär, eine Stadt auf vorgelagerter Insel gefällt uns gut. Viele Jahrhunderte ist sie alt und deshalb Weltkulturerbe. Natürlich besuchen wir auch Klöster die auf unserem Weg liegen.
Ein paar Tage sind wir entlang der Donau unterwegs. Durch die Orte Kreta, Brest und Bajkal fahren wir an einem Tag. Auch durch Kozloduy. Hier wird auch nicht gerade rücksichtsvoll mit Mensch und Natur umgegangen. Der Schrottmeiler sollte eigentlich schon lange stillstehen. Er produziert aber weiter risikoreichen Atomstrom für Bulgarien. Und man hört hier leider kein lautes „Nein Danke“.
In Calafat reisen wir in Rumänien ein. Jedem/r KufsteinerIn ein Begriff. Freiherr von Spindler wurde hier in einer Schlacht zum Helden von Calafat erklärt. (muss ich noch googeln, um was es ging).

Die Knochen der Toten, die ich in einem Steilufer der Donau finde, sind hoffentlich nicht in der Schlacht sondern eines natürlichen Todes gestorben. Wir leisten ihnen eine Nacht lang am Ufer Gesellschaft.

Das wars von uns von unterwegs für euch. Wir haben immer gerne berichtet und einige Fotos gezeigt. Für die oft lange Berichte bitte ich um Nachsicht – aber es passiert einfach so vieles unterwegs und wir haben nur einen Bruchteil erzählt. (dies gilt auch für die Fotos)

Wir hoffen, wir sehen uns gesund wieder.

AuGuL
Bulgarien

Abendstimmung

Nesebär

im Hafen von Nesebär

bei Staro Orjahovo

Morgenbad

Begrüßung der Sonne

auf zum Frühstück

Madara

Plakat

Original

immer wieder riesige Sonnenblumengefelder

IvanovoJPG

Felsenkloster

St.Dimitar

Rastplätzchen

so gehts auch

Donau

Rumänien

Blauracke

4.Platz

Friedhof

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Hallo liebe Freunde! Nun gibt es nur mehr einige Impressionen vom Schwarzen Meer (türkische Seite).
Momentan sind wir in Edirne und haben heute die schöne SELIMIYE Moschee bewundert. Momentan ist Ramadan -türk. Ramazan- und wir konnten das Freitagsgebet mitverfolgen.
Sultan Selim II hat den Auftrag an den damals bereits 80jährigen Baumeister Sinan erteilt:“baue mir eine Moschee, die alle anderen in meinem Reich in den Schatten stellt. Erhaben soll die Kuppe dieses Hügels thronen und den Ungläubigen von der Größe Allahs kunden“.
Morgen soll die Reise nach Bulgarien gehen, hier möchten wir uns auch die Küste von Schwarzen Meer ansehen.

Liebe Grüße an alle und besonders an den neuen Erdenbürger Magnus
AuGuL

Abendstimmung

Bosporusbrücke

am Bosporus

Bucht

Kiyiköy

Edirne

Ramazan

Freitagsgebet

Frau

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An der Schwarzmeerküste ist das Wetter oft regnerisch – sagt unser Reiseführer. Und daher weniger touristisch als die Südküste. Doch nicht bei uns!
Viel Sonne, ein warmes Meer und trotzdem kein Ballermann!

Sinop ist Hafenstadt und von hier fahren wir auf einer gewundenen engen Küstenstraße westwärts. Die Küste ist steil, in den Buchten liegen kleine Fischerdörfer. Wir schlafen gut auf der betonierten Hafenmole. Der Kneipenwirt hat an uns gedacht und bringt warmes Brot zum Frühstück.

Amasra erwacht im Sommer und wird von Touristen aus der Türkei besucht. In einem der zahlreichen Restaurants am Hafen essen wir die dortige Spezialität Horse-Makrele, ein kleiner Fisch, dessen Verzehr für uns viel Arbeit ist. Die türkischen Restaurantbesucher essen ihn mit Kopf und Schwanz und sind entsprechend schneller satt.

Über Safranbolu im Landesinneren treffen wir in Akcakoka wieder die Küste. Safranbolu ist seit 1994 Weltkulturerbe. Der alte Stadtkern besteht aus Häusern im osmanischen Stil mit Erkern und Balkonen. 2006 haben wir in einer renovierten Pension wie ein Emir und eine Haremsdame übernachtet. Jetzt hat ein Hotel seinen Garten für WOMOS geöffnet. Mit Duschen, WC, Strom und Internet.

Der Leon hat seit einer Woche eine eitrige Zehe und die wird nicht besser. Akcakoka, eine etwas größere Stadt, könnte einen Tierarzt haben. Wir fahren zu einer Pharmazie und fragen. Der Apotheker telefoniert lange herum und fährt mit uns zum Gemeindeamt. Dort gibt es einen Amtstierarzt. Der tritt sogleich in Aktion. Wir gehen auf den Parkplatz und er öffnet den Kofferraum. Die Spritze hat er schnell, nach der Infusionsflasche kramt er länger in einem Haufen von Medikamenten und Geräten. Leon wird betäubt und kniend im Schatten des Autos wird die Pfote untersucht. Weil es eine Infektion ist bekommt er einen antibiotischen Spray und schon ist der Arzt wieder weg. Lässt sich nichts bezahlen. Mit dem Apotheker fahren wir in dessen Geschäft und erhalten ein Antibiotikum zum auftragen. Für die Begleitung und Zeitaufwand dürfen wir auch ihn nicht bezahlen. Das ist türkische Hilfsbereitschaft. Wie wir sie oft erlebten.

Heute faulenzen wir in „woodyville“. Ein istanbuler Rechtsanwalt hat hier in eine Traumbucht bei Side ein Feriendorf gebaut. Holzhäuschen mit Aussicht, ein Pool, Cafe und Restaurant, alles ist liebevoll komponiert. Und weil er ein Wildwestfan ist, gibt es ein Sherrifbüro, Tipis und Planwagen zum Übernachten, samt Cowboyromantik am Lagerfeuer mit grasenden Pferden im Hintergrund. Es gibt auch ein Baumhaus mit Bad names „honey moon“.Felsen schließen die traumhafte Sandbucht ab.

Weil ich seine Anlage gut finde, bekomme ich einen Stetsonhut geschenkt. Ich soll ihn nicht vergessen. Weil er schon 76 ist sucht er eine verlässliche Person die den Laden leiten soll. Etwas für eine(n) Aussteiger(in). Handwerkliches Geschick und Tourismuserfahrung wären gut. Wer Lust hat bitte melden, wir stellen die Verbindung her. Erol (der Besitzer) hat das österr. Gymnasium in Istanbul besucht und spricht ausgezeichnet deutsch.

Morgen wollen wir über den Bosporus und weiter nach Edirne. Wir haben uns für Bulgarien und Rumänien als Heimreiseroute entschieden (weil Hans Jörg nun offensichtlich doch nicht nach Griechenland kommt). Aber bis dahin gibt es sicher neue Nachrichten von uns.

Ganz liebe Grüße an alle AuGuL

Schwarzmeerküste

Buchten

Markt

Mahlzeit

Amasra

Safranbolu

beim Schmied

Strand

woodyville

Pool

honey moon

Bucht

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von den Türmen Swanetiens zu jenen in Batumi am Meer sind es nur ca. 280 km.
Batumi hat die Skyline einer modernen Stadt. Der Universitätsturm ist 47 Stockwerke hoch, die Hotels und der Turm des Georgischen Alphabets sind nicht viel niedriger. Schön ist auch die alte Stadt mit prachtvollen Bauten. Eine 7km lange Corniche zum Flanieren, Brunnen, Parks und uvm. Batumi ist auch eine Erdölstadt. Die erste Pipeline der Welt aus Azerbaidjan endet hier und das Öl wird auf Schiffe verladen.
Nicht weit weg richten wir uns für 2 Tage am Strand unter Kiefern ein und genießen das warme, saubere und tiefblaue Wasser. Nur der Sand ist rabenschwarz und vielleicht liefert er den Grund für den Namen des Meeres?
In Poti soll Jason gelandet sein, aber in Batumi steht das Denkmal der Medea. Sie hält das Goldene Vlies in der Hand und weiß noch nicht um ihr Schicksal im fernen Griechenland.

Der südwestlichste Zipfel Georgiens ist Adjarien, eine autonome Teilrepublik. Durch das Tal des Atscharis Zqali fahren wir über den Goderzi Paß nach Akhaltsikhe, unserer ersten Stadt als wir einreisten.

Unser Navi (meist sehr nützlich) schickt uns in Batumi von der schönen Stadtautobahn herunter Richtung Süden. Eine Stadtumfahrung, so denken wir. Aber so ein Navi ist halt auch nicht immer gescheiht und nimmt den kürzesten Weg. Der führt uns nach dem Stadtrand auf einen Berg mit Schotterstraße und Bachfurten, an erstaunt blickenden Menschen in Küchenfenstern vorbei, streifen die aufgehängte Bettwäsche und ernten mit unserer Dachreling die Pflaumenbäume (die Ernte, die auf den Scheibenwischern hängen bleibt reicht fürs Müsli am Tag darauf). Nach reichlich einer Stunde erreichen wir wieder die Hauptstraße am Südrand der Stadt, wenige km weiter als dort wo wir abbogen. Das Ausmaß der Freude kann nur ahnen wer die Zustände von Nebenstraßen kennt.

Adjarien ist wunderschöne Natur. Die Siedlungen gehen hoch hinauf, jeder Flecken Grün wird bewirtschaftet. Weil es eine alte Handelsroute ist gibt es 3 sehenswerte Brücken aus dem 12. Jhdt. Sie werden der Zeit von Königin Tamar zugeschrieben. Manche vermuten aber auch die Venezianer als Bauherren. Und wenn man die Brücken betrachtet…… sie sind jenen in Venedig nicht unähnlich…. auch wenn die Benutzer hier vierbeinig sind.

Weiter hinten im Tal vor dem Paß soll ein Schigebiet entstehen. Eine Betreiberfirma soll hier Lifte, Hotels und sogar einen Flughafen wie in Mestia entstehen lassen. 2013 sollen laut Plakat bereits täglich 2500 Menschen den Lift benutzen. Futuristisch steht sie da, die Talstation, von Fa. Doppelmayr aus Österreich mit 11 Mill.€ aus Wien gebaut. Rundherum alles Baustelle. Von den Hotels ist nichts realisiert, nur ein Blockhaus im Rohbau für den Apreski? Wir fragen wie das hier funktionieren soll. Die letzten 25 km auf schlechter Piste konnte ich nie höher als in den 2. Gang schalten (nach dem Paß geht es so weiter) Wie viele georgische Familien können sich Ferien mit Wintersport leisten und vielleicht noch mit dem Flieger ankommen? Werden Russen kommen oder gehen die nach Sotchi mit mehr Liften und Infrastruktur als hier?
Wer hat in Österreich diese Zahlen vorgelegt wonach schon bald täglich 7500 Schifahrer die Anlagen benützen werden? Und wer hat in Österreich diese Angaben überprüft?
Wenn so viele Ostkredite unserer Banken aussehen glauben wir gerne, dass Banken in Schieflage kommen. Und die Regierung in Wien trägt die Ausfallhaftungen.
Anders als bei uns, wo Schigebiete langsam wuchsen und nach und nach erweitert wurden, wird hier zuerst gebaut und dann nach den Touristen gefahndet.

Ein paar Tage später (Mittw.18.6.) sind wir wieder in der Türkei. In Kars sorgen wir für Nachschub des berühmten Käse (einmalig in der Türkei). Zügig geht es weiter nach Erzurum, Erzincan und schließlich nach Amasya. Anneliese lässt hier wieder ihre Blutwerte im Hastanesi testen (3 maliges Tauchen in der Heiligen Quelle hat leider auch nichts genützt).
Am 2. Tag machen wir eine Stadtbesichtigung. Viele Kulturen haben ihre Spuren gesetzt und machen die Stadt einmalig interessant. Ganz in der Nähe gewann ein großer Stratege einen Blitzsieg über die pontischen Truppen. Die Schlacht dauerte gerade einmal 5 Stunden und Cäsar sms-te dem Senat kurz: veni, vidi, vici. 15 Zeichen lassen vermuten dass Kommunikation damals schon teuer war aus dem Ausland.

Morgen werden wir in Sinop wieder mindestens unsere Zehen ins Schwarze Meer setzen. Unsere Hauptrichtung wird dann Istanbul sein. Und ob wir weiter nach Griechenland oder Bulgarien/Rumänien reisen ist auch noch offen, weil: lustig ist das Zigeunerleben (korrekt: Roma).

Der Anderl sorgt sich, dass wir nach so vielen Klöstern noch religiös geworden sein könnten. Darum noch ein Satz zur Kirche in Armenien und Georgien.
Die Kirche war in der UDSSR sehr unterdrückt. Priester waren im Untergrund, Kirchen geschlossen und viele Gläubige wurden verfolgt. Heute hat sich das Blatt gewendet. Es muß viel Geld von den Auslandsarmeniern ins Land kommen und es wird überall Geld gesammelt. Viele Kirchenneubauten und Renovierungen sieht man überall. In den Klöstern stehen noble Karossen für die Mönche bereit. Es geht den Pfaffen wieder gut – vielleicht zu gut in einem armen Land.

Ganz liebe Grüße an daheim
AuGuL
Reparatur

Fundgrube

Größe

Saft

Schwarzes Meer

Batumi

Medea

Nino

Gegensätze

moderne

sympatisch

Adscharien

Ende der Brücke

Dandalo

Purtio

vollbepackt

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schöne alte Häuser

DoppelmayrJPG

Ich schäme mich für so eine Unfähigkeit

Plakate

Gesamtansicht

Bushäuschen

Projekte

harte Arbeit

Beispiele

Umfeld

Ungerechtigkeiten

Abschied

Kura

uns gehts gut

auf der 060

Bana

georg. Kirchenruine

Rundkirche

Blick zurück

mit See

Achtung

Wiedehopf

Amasya

P1080457Hauptmoschee

ebendort

ein Meer von Sonnen...

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In Tbilisi sind wir wieder mit Maria und Wolfgang und ihrem Hund Vanny unterwegs. Ohne es auszumachen sehen wir sie am Straßenrand parken. Gemeinsam bummeln wir durch die Altstadt, zum Fluss Kura und genießen die georgische Küche.

Geradewegs nach Norden geht es über die „Heeresstraße“ zur russischen Grenze in den Hohen Kaukasus. 5033 Meter hoch ist der Kazbegi. Zu seinen Füßen liegt das Sameba Kloster von Gergeti in beeindruckender Lage. Am Kreuzpass auf 2200 Meter übernachten wir und erleben ein Gewitter mit Sturm der uns ordentlich durchbeutelt. Zurück über eine Schotterpiste brauchen wir einen ganzen Tag nach Gremi. Die Burg dort mit schöner Kirche zählt zu den Weltkulturerbestätten der UNESCO.

Im Tal des Alazani ist das Hauptweinbaugebiet der Georgier. Wein hat hier eine 6000 alte Tradition. Bei Frau Nunu verkosten wir in ihrem Keller den roten Saperawi und weißen Kotechi. Zudem hat sie viele alte Gebrauchsartikel gesammelt und ausgestellt.

Nach 6 Tagen trennen wir uns wieder von Maria und Wolfgang nach dem Besuch des Kloster Bodbe. Es ist ein Nonnenkloster und wichtigstes Pilgerziel der GeorgierInnen. Es gibt hier eine heilige Quelle, die mit einem Badehäuschen überbaut wurde. Das Wasser soll viele Leiden heilen wenn man 3x untertaucht. Ob es auch bei Anneliese wirkt? Sie vollzieht das Ritual und vertraut auf die Wirkung des eiskalten Wassers. Auf jeden Fall stärkt man seinen Kreislauf, wenn man den Kälteschock überlebt.

Maria und Wolfgang werden uns über Swanetien nach Batumi in die Türkei vorausfahren. Es war schön mit ihnen zu reisen und die Hunde haben sich toll verstanden.

Georgia goes west!
Ist es in Armenien noch nicht zu erkennen wohin es geht, so ist Georgien eindeutig auf dem Weg nach Europa. Besonders merkt man das in der Hauptstadt. Wir füllen in einem riesigen Einkaufszentrum unsere Vorräte auf. Neben eigenen Erzeugnissen gibt es hier in Carrefour Käse und Wein, Pasteten, Biere und viel anderes aus Europa. Der Speck kommt aus Ungarn und dann sehen wir sogar Käsekrainer aus Österreich!!

Es gibt eine Menge Leute die hier einkaufen: jüngere Menschen und Familien mit schon gehobenem Lebensstandard. Das darf aber nicht über die ärmlichen Verhältnisse am Land hinweg täuschen. Am Parkplatz stehen neue Mercedes, Lexus, Toyotas und BMW. Wären da nicht die vielen Rostlauben von Lada, Gaz und Wolga, sowie viele Fuhrwerke am Land, man bekäme ein falsches Bild.

Unser Plan ist es, über den 2623 Meter hohen Sagar Pass nach Ushguli in Oberswanetien und weiter durch das Tal des Enguriflusses zum Schwarzen Meer zu fahren. Ushguli liegt auf 2400 Meter Höhe. Es ist das höchste Dorf Europas und es ist dort 8 Monate Winter. Wolfgang und Maria sind uns dorthin vorausgefahren. Am Samstag erhalten wir ein SMS, dass der Pass noch unpassierbar ist und sie umkehren mussten.
Wir können aber über Kutaisi, Zugdidi und Mestia nach Ushguli und seinen mittelalterlichen Wehrtürmen fahren.

In Kutaisi stoppen wir erst einmal. Die Bagratiden Kirche ist Weltkulturerbe. Wir suchen nach einer Ruine, die die Osmanen im 17. Jhdt. mittels Sprengstoff aus der Kathedrale machten. So stehst im Buch. Aber staune! Die Kirche erstrahlt vollständig restauriert auf ihrem Hügel über der Stadt.
Kutaisi ist das alte Kolches. Wer dem M. Köhlmaier oder seinem Geschichtslehrer zugehört hat weiß, dass Jason, der griechische Held hierher mit seinem Schiff Argos kam, das Goldene Vlies und die Medea raubte. Etwas ganz ähnliches haben wir auch entdeckt: der Stadtverkehr – Bus aus Kufstein fand ebenfalls seinen Weg durch die Dardanellen hier her und macht weiter brav seinen Dienst als Stadtbus. Nur das Nummernschild wurde getauscht und er bekam Vorhänge. Eine Story, ebenfalls sagenhaft!

Konnten in der Stadt ein Versicherungsbüro entdecken und fahren seit heute(Mo.9.6.) wieder „streetlegal“. Schlafen am Parkplatz des Klosters Gelati, ebenfalls Weltkulturerbe.

Ausflug nach Oberswanetien.
Die Swanen sind ein eigener Stamm, unterteilt in viele Clans. Schon vor 1000 Jahren siedelten sie in Swanetien in einem Tal südlich des Kaukasus. Sie sind erst spät Christen geworden und sprechen noch eine eigene Sprache.
Mestia ist der Hauptort im Tal. Wir können ein Haus aus dem 12. Jhdt. mit originaler Einrichtung anschauen. Weil es auf 1500 Meter Höhe im Winter kalt wird, wohnten Mensch und Tier gemeinsam in einem Raum. Auf einer Seite war der Barren für die Kühe und Schafe sowie der Hühnerstall. Über den Kühen war ein Holzboden, auf dem man in Reih und Glied schlief und vom Vieh gewärmt wurde. Die offene Feuerstelle war mitten im Raum und um diese herum waren Bänke zum Essen. Der Raum darüber war für das Heu, eine gute Wärmedämmung nach oben. Jedes Haus besaß auch einen Wehrturm. Weil die Clans untereinander oft stritten und die Blutrache herrschte, zog sich die Familie dorthin zurück wenn ein Angriff drohte. So erklärt es uns Frau Larisa, eine Nachkommin des Margiani- Clan wortreich in einem Gemisch aus georgisch und englisch. Ich turne die Leitern durch 6 Stockwerke hoch und stelle mir vor, wie alle nach oben klettern, die Leitern hochziehen und von ganz oben den Angreifern eine lange Nase drehten.
Heute sorgt ein großer Polizeiposten in einem hypermodernen Turm dafür, dass keine Vendetta mehr stattfindet und die Türme nur mehr Symbole für die Macht der alten Familien sind.
Einen Tag sind wir durch mehrere Dörfer gewandert. Viele Häuser sind Ruinen und Menschen sind abgewandert. Das Leben muss hart und entbehrungsreich sein. So kurz die Vegetationszeit ist, so lange ist der Winter. Und da ist man oft abgeschnitten in den Tälern und Selbstversorger. Einziges Transportmittel ist dann der Holzschlitten und das Pferd.

Und weil es uns so gut in Georgien gefällt, werden wir nicht in Batumi ausreisen, sondern noch eine kleine weitere Straße mit Pass Goderdzi fahren und bei Akhaltsikhe wieder in die Türkei ausreisen.

Recht liebe Grüße an daheim
AuGsamt LeonAnanuri

Steinmetzkunst

Hochzeit

Geburtstag

auf in den

Tal

Kirche

Kasbegi

Kvetara

Wanderung

Alawerdi

Gremi

Lavasch

Besuch

Besuch 2

Besuch 3

Besuch 4

Sighnaghi

Filzen

Spiel

Bodbe

heilige Quelle

Kvareli

Alten

Wasser tanken

Höhlensiedelungen

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Wein

Ochsengespann

Plattenbauten

Nachtplatz

neue Seidenstraße

Kufstein

hartes Leben

Markt

Käse

Mittagsrast

die armen Hühnchen

Bagrati

im neuen Glanz

Abschluß

Gelati

Fresken

Andacht

Kloster Gelati

ein Priester

Grab

Straßenverkauf

Maria und Wolfgang

Leon

Verkauf

ersten Wehrt.

Symbol von Reichtum

Matschubi

Wehrturm

Lakhiri

Dorf

genial

Flughafen

Polizeiposten

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Ein normaler Reisetag – z.B. 28.5. vorletzter Tag in Armenien.
Der Morgen ist strahlend schön. Die Hecktüren aufgeklappt, den Vorhang eingehängt und schon steht die Außendusche bereit. Ein paar vorbeifahrende Autos sehen die nackten Beine von Anneliese, ein ganz kecker hupt.
Ich mache Frühstück und füttere den Leon, der inzwischen die 2 Kühe die vorbei grasten bellend umrundete. Nach dem Frühstück wird ausgekehrt, ich dusche und dann geht’s los. 2km weiter plätschert ein Brunnen am Straßenrand. Wir füllen unseren Trinkwassertank und Anneliese weicht unsere Bettwäsche in der „Waschmaschine“ ein. (30 Liter Plastiktonne) Während der Weiterfahrt wird darin besonders bei schlechten Straßen die Wäsche durchgeschüttelt und es entsteht der Waschmaschineneffekt. Weil der Leon schon über ein Monat nicht schamponiert wurde, kommt auch er in den Brunnen.
Keine 20 km weiter besuchen wir das Kloster Sanahin. Wieder ein Weltkulturerbe. Anneliese ersteht bei einer Frau gestrickte Hauspatschen für den Enkel und mich, hat aber zumindest meine Fußgröße unterschätzt. Egal, bekommt die Patschen eben die Schwiegertochter.

Weil am PC schon wieder viele Fotos und auch Text auf das Versenden warten, sehen wir uns im Ort nach Wlan um. Hotels sind immer gute Adressen dafür. Auf einem Hochhaus steht: HO EL. Wir fragen nach ob wir ein Wlan nützen können . Zuerst nein, dann doch ja. Wir werden in den 4. Stock geführt, dort ist die Lobby. Die junge Dame versteht zwar englisch, aber unser Anliegen nicht. Sie möchte, dass wir das Zimmer für 90 USS nehmen. Endlich wird ein Router gebracht, das Kennwort bekommen wir auch, es kann losgehen. Wir bestellen Tee und Cafe, damit wir auch eine kleine Zeche machen. Alle rutschen auf den Parkettboden auf so kleinen Teppichflecken, etwas größer als die Schuhe, herum um den Boden zu schonen oder zu polieren? Nur wir brauchen das nicht zu tun.
Dem Chef dauert das alles schon zu lange. Wir fragen was wir schuldig sind. 10.– USS, erfahren wir. Das Fräulein entschuldigt sich für den Chef auf englisch, es ist ihr peinlich, dass er so viel verlangt.
In jedem Cafe hätten wir uns für diese Summe mit Tee und Cafe volllaufen lassen können.

Es wird Zeit für die Mittagspause. Auf dem Plateau des Dorfes Odzot machen wir Halt. Die Wäsche wird einmal gespült und wir machen Cafe mit Kuchen. Der erste Blitz saust nieder und ein Gewitter bringt Sturzbäche mit sich. Weil wir neben einem Kartoffelacker stehen und zurück zur Straße etwa 50 Meter haben, wird der Wiesenweg zur Rutschpartie. Doch dem Allrad von Ford sei Dank, wir kommen grad noch raus.
Nach dem Besuch der erstaunlich großen Kathedrale aus dem 9. Jh. beschließen wir, die kleine Nebenstraße weiter Richtung Stepanavan zu fahren. Wir hoffen sie ist nicht gar zu schlecht. Was sich als Irrtum erweist. Ich schalte nur mehr zwischen dem 1. und 2. Gang hin und her. Riesige Schlaglöcher, eines neben dem anderen. Nach 1 1/2 Std. kommen wir auf einen kleinen Pass. 4 wunderschöne alte Kreuzsteine sind hier aufgestellt und es gibt genug Platz für unseren Nachtplatz in einer wunderschönen Landschaft. Wir müssen noch die Wäsche zum 2.x klarspülen , aufhängen und Anneliese macht Abendbrot. Ein uralter LKW mit Steinen bleibt stehen, fragt herüber ob wir ein Problem hätten. Der alte „Linienbus“, mit Gas betrieben röchelt die steile Straße herauf und hupt zum Gruß. Ein weißer Lada bleibt neben uns stehen, ein ca. 20jähriger steigt aus, küsst alle 4 Katschkarre und fährt weiter. Ein anderer umkreist die Kreuzsteine mit dem Auto 3x. Diese Handlungen ersetzen in Armenien anscheinend den ÖAMTC.
Aber fast alle die heraufkeuchen vergessen vor Erstaunen auf das Gasgeben, weil sie uns sehen. Inzwischen haben wir nämlich das Sonnensegel ausgefahren und darunter die frisch gewaschene Wäsche zum Trocknen aufgehängt. Die Sonne erscheint noch knapp vor dem Untergehen. Der junge Mann der die Kreuzsteine 3x umrundete kommt noch einmal und fährt jetzt 4x herum. Nachdem er etwas entfernt ein kleines Feuer entzündet hat und 4 Getränkeflaschen hinterlässt, humpelt auch er wieder hinunter zum Dorf.
Dann senkt sich die Dunkelheit, die Sterne leuchten und ich gehe nach 21h eine Gassirunde mit Leon. Dann ab ins Bett zum Lesen. Noch 1 – 2 Autos holpern vorbei, dann schlafe ich ein.

Nun sind wir seit 2 Tagen in Georgien und heute in Tiflis und haben wirklich zufällig Maria und Wolfgang wieder getroffen – einHallo und große Freude – auch für die Hunde!

Schöne Grüße an alle und an unsere Geburtstagskinder Anderl und Reinhard ein dickes Busse

Anneliese und Günther samt Leon

Lädchen

Nachtplatz

Oldtimer

Grenze

Dmanisi

Detail

Urahnin

Gasnachfüllung

Nun gibt’s noch einige Tiflis Bilder:

Tiflis

Maria und Günther

Friedensbrücke

unter

Häuser

Bäderviertel

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Steinreiches – armes Armenien

Es ist unmöglich, alle Kirchen und Klöster zu beschreiben, an denen wir vorbei kommen. Einige sind jedoch geschichtlich oder durch ihre Kunst hervorgehoben. Und bisher war jeder Nachtplatz im oder in nächster Nähe zu einem solchen. Einmal schliefen wir am Friedhof vom verlassenen Norotna Vank ungestört.

Eine Besonderheit Armeniens sind die Chatsch‘ khare – Kreuzsteine. Die ältesten sind 1500 Jahre alt und noch heute werden neue gefertigt. Sie werden aus meterhohen Steinen geschlagen und unglaublich fein bearbeitet.
Sie stehen an alten Wegen, auf Weiden und bei Quellen, vielleicht dienten sie auch als Abschreckung andersgläubiger Feinde. Es gibt tausende davon und jeder ist so unterschiedlich wie die Hände der alten Meister die sie schlugen.

Armenien ist arm. Die Jugend findet wenig Arbeitsmöglichkeit, die alten Sowjetstrukturen sind fast alle zerfallen. Es gibt mehr Industrieruinen um die Städte und verfallen Kolchosen am Land als funktionierende.

Was die Menschen zum Leben brauchen produzieren sie am Land meist selbst. Jede Familie besitzt einen großen gepflegten Gemüsegarten. Die Frauen sieht man den ganzen Tag setzen, jäten und ernten. Die Männer gehen von früh bis spät mit den Kühen und Schafen. Weil wir oft auf ihren Weiden stehen schenken sie uns Käse, Joghurt und Lavasch (Brot). Sehen wir Frauen beim Sammeln erkundigt sich Anneliese oft, was es ist.
Kräuter, Pilze und Wildpflanzen sind in den Schürzen. Sie bekommt Kostproben und Hinweise zur Verwendung (alles mit Zeichensprache und sofort verstehen sich die Frauen). Heute gabs Risotto mit Wiesenpilzen und frischen Kräutern von der Weide. Der Geschmack war sensationell.

Der Sevan-See ist das armenische Meer. Er liegt über 1900 Meter hoch. Sevan ist der Hauptort und hat einen bescheidenen Tourismus. Die Städter aus Yerevan picknicken um den See, zum baden ist er meist zu kalt. Fischer schenken uns Fisch und hätten auch einen Sack lebende Krebse im Angebot.

Am Nachtplatz beim Ufer gesellen sich Maria und Wolfgang aus Hallen zu uns. Zur Freude von Leon haben die beiden Funny dabei, ihre 4jährige Hündin. Auf der großen Weide geht die Post ab bis beide hundemüde sind. Es wird ein gemütlicher Abend bei gutem armenischen Wein aus der 2 lt. Colaflasche, auf der Straße abgefüllt. Reiseerfahrungen werden getauscht. Weil das dem Leon langweilig erscheint, nagt er uns inzwischen ein E-Kabel ab, das ihm gar nicht wichtig vorkommt.

Wolfgang und Maria sind Afrikaveteranen wie wir und gerade einmal im Pensionsalter. Auf ihrem Toyota steht: „Abenteuer gegen Demenz“. Wir trinken darauf, dass diese Medizin wirkt. Am nächsten Morgen nach dem Prosecco im Toyo fahren sie nach Süden über den Selen Pass, wir nach Norden in die Provinz Tavusch und zu den nächsten Klöstern.

Schon am kommenden Tag, Montag früh haben wir wieder Besuch. Am Waldrand kommen entlang der stillgelegten Bahnlinie an der wir stehen eine Sau und 7 Ferkel zu uns. Es leben hier viele Schweine in den Wäldern. Es sind verwilderte Hausschweine, die sich mit Wildschweinen paarten. Nicht nur wir sind überrascht, auch Leon ist aus dem Häuschen.

Wenige km weiter wollen wir uns eine Weinkellerei und Brennerei in Ijevan ansehen. Schaut von außen etwas verkommen aus, es wird aber seit 1951 Wein vergoren und Weinbrand destilliert. Das meiste davon wird nach Russland und Tschechien exportiert. Ganz viel geht nach Amerika. Alleine in Los Angeles leben 1 Mill. Armenier! Mehr als in der Hauptstadt. Alle dort haben Heimweh und trinken „Armenien – Brandy“. Nur nach Europa wird aus dem Stammland des Weines wenig geliefert. Am Geschmack kann es nicht liegen, stellen wir fest.
Außer Wein und Schnaps werden auch Fruchtsaft, eingelegtes Gemüse und Kompott hergestellt. Alles in Handarbeit und fast ohne Maschinen. Frauen füllen Gläser, kleben Etiketten mit einem Haarföhn auf Flaschen und alle 5 – 8 Jahre wird die riesige Menge an Weinflaschen geöffnet und neu verkorkt. Man achtet auf höchste Qualität und Güte.
Dabei kostet die 1/2 Liter Flasche vom 20jährigen Cognac 30.000.– Ram = € 54.–. Die Frauen verdienen zwischen 60.000.– bis 70.000.– Ram im Monat. Sie arbeiten also für den Preis von 1 Liter Cognac 1 Monat lang.

An diesem Tag geht sich noch die Anfahrt zum Kloster Makaravank aus, wunderschön in der Bergeinsamkeit gelegen. Schon ist der Tag fast um und wir suchen und finden einen Nachtplatz mit Aussicht neben einer Margeriten Wiese und einem Kornfeld mit rotem Mohn. Die Grenze zu Aserbaijan ist in Sichtweite.

Liebe Grüße an daheim bis zum nächsten Mal – in ca 2 Tagen werden wir nach Georgien fahren

AuG

Kaukasus

Erbe

Vorotnovank

Steinmetzkunst

Alltagsleben

Somelier

Bushaltestelle

Godevank

Therme

Wildgemüse

Thanahati

Aussicht

jüd.Friedhof

Yeghegis

Zorats Kirche

Selim

Seidenstraße

moderne Zapfsäulen

alte Zapfs.

mobile Tankst.

Einkaufen

Landgeschäft

Sevan See

K'Anaker

Esel

kleines Mädchen

Frau

Umarmung

Fisch

Noratus

800 Kreuzsteine

Begleitung

Stein

Sevan Kloster

Funny

Strand

Hauptstraße

Haghartsin Kloster

Goshavank

Erleuchtung

Nachtplatz

Besuch

Weinkellerei

Etikettierung

Gemüseglas

Verkostung

Datum

Alkoholgehalt

Gas

Makaravank

Stiere

Versorgung

Mohn

Aserbaijan

Haghbat

Kloster Haghbat

Sanahin

Gründerväter

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Noch in der Türkei, in Susuz kommen Sigrid und Klaus. Die Fahrt nach Georgien beginnt. Die Grenze ist problemlos und wir wechseln unsere Euro in Lari. Eine KFZ- Versicherung können wir nicht abschließen. Wir fahren noch bis zum Kloster Zarzma. Müde richten wir uns in der Nähe ein und kochen das Abendessen. David und sein Vater kommen vorbei, bringen Krautwickler und Fisch, sowie 3 Liter Wein und eine Flasche Wodka. Obwohl wir kein georgisch und sie kein deutsch sprechen, findet eine österreichisch – georgische Verbrüderung statt die weit in die Nacht dauert und bis der Rote leer ist. Der David hat alleine 1 1/2 Liter hinunter geschüttet. Der Papa hat sich mehr zurück gehalten und nur 5 österr. Bier von uns getrunken. Er musste ja auch noch heimfahren. Wir hoffen, dass weitere bilaterale Beziehungen nicht jeden Abend in dieser Intensität stattfinden.

Das Kloster von Vardzia ist in eine Felswand gehauen. Es gibt unzählige Gänge, Wohnkammern und eine Kirche in der gerade Messe gefeiert wird. 4 Nonnen liefern schöne Gesänge zur zeremonienreichen Messhandlung der Mönche.

Noch am selben Tag überschreiten wir den Grenzübergang zu Armenien. Die Beamten sind freundlich und es gibt auch ein Versicherungsbüro. Die Währung: armen. Ram. „Austria is super Conchita – ha ha „Zuerst kapieren wir nichts, aber dann fällt der Groschen. Diese Conchita Wurst hat im Songcontest gewonnen. Das kam im Fernsehen und hier haben alles zugeschaut.

Waren die Straßen in Georgien schlecht, so sind sie in Armenien teilweise katastrophal . Hauptverbindungen warten mit unzähligen Löchern auf, dass man sie einfach nicht verfehlen kann. Auf Nebenstraßen sind sie badewannentief und groß. Das alles kann unsere Reiselust nicht schmälern. Viele Klöster und Kirchen säumen die Route: die Klöster Geghard, Mormashen, Nora Vank, uvm.
Märkte und Handwerker locken zum fotografieren, und überall sind wir willkommen.

Am 17.5. schauen wir uns Yerevan, die Hauptstadt an. Fordert die Fahrt in die Stadt auch die Nerven, so wird es doch ein schöner, interessanter Tag. Viele Neubauten ersetzen alte Viertel und machen die Stadt nicht unbedingt schöner. Doch die Menschen sind überall von einer umwerfenden Freundlichkeit. Ein Straßenmusiker spielt für uns Jazz und im Cafe lernen wir einen echten Opernsänger kennen. (auf Youtube.com:
karapetyan,bass). Er bedauert, dass es nicht mehr viel Altes gibt, erzählt uns von einer Bibliothek mit schönen alten Schriften gleich neben der Oper. Es ist uns aber schon zu spät und wir quälen uns wieder stadtauswärts.

Beim Kloster Khor Virap finden wir einen Übernachtungsplatz vor der Kulisse des Ararat. Es ist das Symbol des Staates Armeniens, leider auf türk. Staatsgebiet und für die Armenier nicht erreichbar.

Im Süden möchten wir die Klöster von Nora Vank und Tatev anschauen. Beide sind einzigartig: Nora Vank durch seinen Baustil und Tatev als eines des mächtigsten und wichtigsten Klosters Armeniens. So ähnlich stellte ich mir immer Eco’s Kloster von „im Namen der Rose“ vor. Es beherbergte eine Universität und man lehrte alle Wissenschaften des Mittelalters.
Generationen von Mönchen haben hier gelehrt und Bücher kopiert.

Seit 2010 gibt es eine Gondel mit fragwürdigem Nutzen zum Kloster. 13 Mill. € soll sie gekostet haben und Besucher anlocken. Als wir zum Kloster fahren, steht die Bahn still. Die Zufahrtsstraße ist steil und eng und Busse kommen hier nicht hoch. Aber könnte man nicht die wenigen Touristen auf Kleinbusse umladen und hoch-bringen? Hätten dadurch nicht mehr Dörfler Arbeit und Brot um viel weniger Geld als durch die Seilbahn?
Ist sie vielleicht einer der „faulen“Kredite, die für einen Gehirnpfurz verbraten wurden?
Nochdazu wo der einzige Arbeitgeber im Dorf, eine Schuhfabrik aus Sowjetzeiten stillsteht?

Eine gute Woche waren wir nun mit Sigrid und Klaus gemeinsam unterwegs. Hatten wir auf Asphalt die Nase vorne, so spielte der Landy und sein Herrl die Trümpfe auf steilen Bergpfaden aus. Wir ließen uns aber auch da nicht abschütteln. Und wenn der Himmel weinte wars bei uns im Auto bei Snacks und Wein gemütlich.
Nun haben es die beiden wieder eiliger wie wir und fahren übern den Sevan See nach Georgien zurück. Wir lassen uns etwas mehr Zeit und werden wieder berichten (sofern Wlan vorhanden

Sigrid und Klaus

Morgenstimmung

Völkerverständigung

eine trächtige Sau

Markt

Arbeit

Kaukasus

Vardzia

Messe

armenien

Straßendorf

Mormashen

Lavasch

Gockel

er läuft…….

2 hübsche Mädels

Weltkulturerbe

Ararat

Yerevan

Yerevan 2

eine Frau in YerevanJPG

Radfahrer

Schlafplatz

Besuch

1A

Khor Virap

Blick auf Ararat

Areni

Nora Vank

wir bekommen jeden Tag Besuch

Bauer

Tatev

Kloster Tatev
Regen

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Ani, die Hauptstadt des alten Armeniens soll 1000 Kirchen besessen haben. Es ist ein ganz eigenes Gefühl durch die Ruinen zu wandern. In einer Stille in der man Käfer brummen hört, wo einst Karawanen rasteten.
Die Seidenstraße hat viele Städte reich gemacht.

Auf unserer Reise Richtung Georgien trödeln wir nach Kars.
Im Haus der Kultur sitzen ein paar Lautenspieler beim Tee. Abwechselnd wird gespielt und gesungen. Und wir werden sofort eingeladen und lauschen dem Sängerwettstreit.

Wir kommen bis Artwin (Nähe vom Schwarzen Meer).
Die Steirer schicken ein SMS. Wir fahren bei Ardahan über die Grenze. Also wieder ein Stück zurück.
Heute Abend werden wir uns sehen und den Sundowner gemeinsam genießen.

Wir sind gespannt auf Georgien und Armenien.

Danke für die lieben Grüße und wir geben sie heimatverbunden
zurück.
Macht’s es gut AuG

seht ihr sie auch?

Ani

Kathedrale

Ruinenstadt

Akurian

Jungfrauenkloster

Kars

schmeckt hervorragend

Saz

Teufelsburg

Kuhdung

Tibeti

Steinmetzkunst

Holzhäuser

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