Archive for the ‘2015’ Category

Bretagne Teil 3 Heimreise

auf der Heimreise:
Wir genießen die Gegend entlang der Loire, biegen zum Fluss Cher, streifen einige Kanäle, überqueren die Saone und freuen uns über die Langsamkeit.
Es herrscht strahlendes Herbstwetter und nicht nur Leon lässt sich die Sonne auf den Pelz brennen. Die Morgentemperaturen liegen zwischen 3 und 8 Grad und weisen uns den Weg heim.

Ganz besonders gefällt uns, dass wir praktisch bei der NP-Suche in Ronchamp auf einen der berühmtesten Architekten des 20.Jhdt. Le Corbusier „stolpern“. Die Kirche liegt südwestl. von Belfort auf einem Hügel und ist Weltkulturerbe.
Noch eine interessante Entdeckung: kurz nach Donaueschingen – hier sammelt sich die Donau zu einem kleinen Bach – und wenige km weiter gibt es die „Donauversinkung“.
Sie verschwindet an ca. 155 Tagen im Jahr und fließt 12 km unterirdisch weiter.

So fahren wir langsam heim, denn der Geburtstermin unseres kleinen Mädchens rückt immer näher ( am 6.10.soll es soweit sein) und da möchten wir gerne daheim sein.

Trockendock

Wanderweg

9 Meter hoch

Kerloas

Matthew

Dinan

Hafen

Toulinguet

Surfer

Ploeven

Pointe du Raz

Sammler

Quimper

Strand

Menhir

sammeln

NP

Morgenstimmung

Kerzerho

Carnac

Mündung

Aussicht

Serrant

Herbststimmung

Zyklamen

Abendstimmung

Morgennebel

Canal du Berry

La Charite s-Loire

Loire

keine Nomaden und Fremde

Le Corbusier

Donauversinkung

so zieht sie von dannen

Donau

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Bretagne Teil 2 – 14.9.

Wir sind nun im Nord Westen der Bretagne bei reichlich windigem Wetter, nachdem wir vorher eine Woche ruhiges Spätsommerwetter genossen.
Aber Sturm, ständiger Wechsel von Sonne, Wind und Regen gehört zu diesem wunderschönen Land.
Von Leuchtturm zu Leuchtturm, von Menhir zu Menhir und Dorf zu Dorf, die weil zum Großteil nur aus Ferienhäusern bestehen, alle ziemlich ausgestorben wirken.
Ganz liebe Grüße AuGuL

Morgenstimmung

Granit Rose

Leguer

Spass

Spass 2

Morlaix

Blütenpracht

Sizun

Sizun 1

trocken

das Wasser ist da

Pontusval

Pointe

Sturm

Leuchtturm

St. Pabu

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Unsere Reise führt uns im Herbst in die Bretagne. Wir sind seit 24.8. unterwegs und nun seit über eine Woche hier in der Bretagne. Der erste Eindruck war eher enttäuschend. St. Michel mit seinen täglichen abertausenden Besuchern ist so gar nicht unser Geschmack! Dann gibt es für Womos auch sehr viele Fahr- und Parkverbote!
Diese Verbote sieht man dann je weiter wir nach Westen kommen immer weniger. Und so gestaltet sich die Reise wie wir es gerne haben.
Momentan sind wir auf der Insel Grande am Küstenabschnitt der Granit Rose und genießen durch ausgedehnte Strandspaziergänge die wunderschöne Gegend.Nebel

bei St.Malo

wo geht das Meer hin?

nur weiter!

Blütenpracht

Cap

Leuchtturm

dicke Regenwolken ziehen über uns

Insel Brehat

Selfie

Il Grande

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Die letzte Etappe
geht von Rumänien über Ungarn, Slowakei und Tschechien zurück heim

hellblau

Holzkirche

Achtung

Rumänien

Kirchgang

St. Martin

Kapelle zu St. Martin

NP

Trencin

Brünn

Wie immer trödeln wir und schieben das Ende hinaus.
Nach 4 Monaten und fast 18.000 km, beladen mit Eindrücken, gehen wir daran diese zu ordnen und die Fotos zu sichten.
Und etwas später werden wir auch mit dem Kopf zuhause angekommen sein.

Doch „zuhause“ wo ist das wirklich?
„Zuhause ist dort wo dein Herz ist“ hab ich wo gelesen.
In unserem Falle ist es unterwegs und auf Reisen.

aus is dass wahr is

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Noch einige Bilder zu Batumi in Georgien:

€ 40.-

Strandpromenade

Richtung

ja so etwas

Hallo Opa

geschrumpft

Einheitspension

ein altes deutsches Schiff

Buchladen

Batumi

In Batumi buchen wir eine Überfahrt nach Odessa mit der Greifswald und schon nach 3 Tagen legen wir ab.
Die Greifswald wurde 1968 in der BRD gebaut und ist ordentlich beisammen. Die 40 Passagiere werden von der Crew, besonders aber vom Koch verwöhnt. Auch Leon reist sehr entspannt, er schläft alleine im Auto an den Tagen rekelt er sich an Deck.
Er freundet sich mit vielen Leuten an, bekommt hier ein Keks, dort einen Trockenfisch.
Das schlimmste an der Überfahrt ist die Zollabfertigung in der Ukraine. Hier ein Stempel, dann radioaktive Strahlenmessung zur Polizei, zuletzt ist die Hüterin des Stempels nicht auffindbar. Dann heißt es „you are finish“. Endlich nach 31/2 Std. raus aus dem Hafen. Letzter Schranken: ein Grantler bedeutet uns: zurück, ein Stempel auf irgend einem der vielen Zettel fehlt. Endlich werd ich auch grantig. Das hat ihn so verunsichert, dass er den Zettel eigenhändig zum gewünschten Stempel bringt und dann trennen uns nur noch ein paar Kilometer von Odessa.
Odessa – für uns ein klingender Name einer wunderschönen Stadt. Wir schlendern durch die schachbrettartig angelegten Straßen: vom Hafen die Potemkinsche Treppe hoch, den Woronzow – Prospekt entlang der vielen Lokale und Geschäfte zum Puschkin Park. Wir treffen wieder auf Tobias, einen Deutschen, der seit 2014 mit dem Rad unterwegs ist. Er war auch im Iran und hat uns mit seinen Geschichten die Überfahrt auf der Greifswald verkürzt.
Nach 2 Tagen Stadt beschließen wir zur Donau und dann nördlich nach Moldawien zu reisen.
Man hört nicht viel Gutes über dieses Land also „erfahren“ wir es einmal selbst.
Es ist ein hügeliges Land mit vielen Seen, mit Weingärten und Getreidefeldern. Meist sind es Kleinbauern, die mit Fleiß händisch ihre Land und ihre Gärten bewirtschaften. Große Maschinen fehlen fast vollständig. Die Arbeiten erfolgen wie bei uns vor 50 oder 60 Jahren. Die Hauptstadt Chisinau ist sauber, die Menschen freundlich, die Parks schattig und belebt.
Moldawien möchte nach Europa. Wirtschaftlich sind noch viele Hürden zu nehmen. Auch der Konflikt mit Transnistrien gehört gelöst.
In den nächsten Tagen kreuzen wir durch das Land und nicht schwer zu erraten – wir besuchen Klöster!
Im Kloster Hirbovat erfahren wir, was ein orthodoxer Mönch mit Bob Dylan und Georg Ringsgwandl, einem bayr. Liedermacher gemeinsam hat:
die Kirche wird hinter uns zugesperrt und vor dem Tor frage ich den freundlichen Pater weil er auch englisch spricht:
Entschuldigung wie alt ist ihr Kloster?
1730 gegründet
wieviel Mönche leben hier?
11 – wir sind klein, es gibt viele Klöster, das größte hat 200 Mönche und in ganz Moldavien gibt es 2000
In Österreich gibt es Priester- und Mönchsproblem.Wenige wollen diesen Beruf
Warum ist das so?
Es gibt weniger Spiritualität und einen modernen Lifestyle
Yes thats not good
Die neuen Götter heißen: Auto, Haus, Konsum…
Wenn ich das habe, aber morgen tot bin, was habe ich dann?
Genau, da kannst du nix mitnemma!

Da fällt mit Ringsgwandl ein und sein Lied“nix mitnemma“
Musik Bob Dylan
„du kannst ein Kardinal sein,
schön feierlich und fett,
oder frommer Pfarrer, Zölibat und Doppelbett
des kannst du net mitnemma
Jammer nur zum Teifi, bettl an liabn Gott
und der sagt: na – nix mitnemma

Weil wir nach so vielen Klöstern schon richtige „Experten“ sind hätten wir ein paar Vorschläge für unsere Kirchenoberen zu Hause:
Schaut euch die orthodoxe Kirche an mit ihrem Zulauf an Gläubigen. Die Messfeier findet die meiste Zeit hinter einer Altarwand sehr geheimnisvoll statt. Es werden Bücher in Gold heraus und herein getragen, geküsst wird alles was im Weg steht, der Chor hält Zwiesprache mit den Patres… und das alles ist so ergreifend, wie unverständlich.
Macht die Messen wieder geheimnisvoll, betet in unverständlichem Latein, räuchert was die Fässer hergeben, singt und küsst und zieht die Messe in die Länge. Je mystischer desto andächtiger werden sie an euren Lippen hängen. Ihr werdet wieder die alte Macht erlangen, weil nur ihr in angemessener Weise mit Gott kommunizieren könnt.
Und weils hier keine Kirchensteuer gibt, läuft auch niemand weg. Trotzdem haben die Pfarrer und Mönche runde Bäuche – bringen doch die gläubigen Frauen taschenweise Lebensmittel, Wein und Selbsteingekochtes mit.

Bilder von Odessa:
Leon darf im Auto schlafen

40 Std. Überfahrt

Odessa

Marsch!

Peace

Flair

Potjemkin

zukünftige Schachmeister in Odessa

Exil

wann kommen sie wieder die Donauschiffe?

Moldawien:

Moldawien

Hüterinnen der Kirche

Capriana

Andacht

Messe

Chisinau

Schach

herrlich

Besichtigungstour

Nonnenkloster

wenns heiss wird

Bauern

am Land

in Freiheit

Kramerladen

Butuceni

am Riv. Raute

Vorgeschmack auf Rumänien (Bukowina)- wo wir gerade sind:
1.Kloster in Rumänien

schon fast kitschig

Kloster Voronet

Wandmalerein

so viele Geschichten

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Tifliser Nächte sind lang – eine heiße Partynacht bricht über uns herein. Auf einer Seebühne nicht weit weg feiern junge Leute ihren Schulabschluss mit dröhnender Musik. Bis 4 h früh wird noch auf dem Platz vor uns getanzt. Schlafen geht nur in ganz kleinen Portionen. Christoph aus St.Gallen bleibt vor dem Laptop sitzen und probiert es erst gar nicht.
Unausgeschlafen geht’s in die Stadt und zu einem riesigen Carrefour. Hier gibt es all die Importware aus Europa! Eitrige (Käsekrainer) und Knacker von Greisingen aus dem Mühlviertel für mich, Frankfurter und Käse aus Frankreich für Anneliese. Ich leiste mir auch 2 Löwen – Weisse aus München für einen dekadenten Genuss.
So aufgefüllt erreichen wir in 2 Tagen Kutaisi auf der „Seidenstraße“ von heute.
Welch ein Mythos ist dieser alte Karawanenweg. Von China bis Europa verliefen mehrere Routen und viele alte Karawansereien sieht man als Ruinen oder sind restauriert. Diese Straßen sind jedoch nicht Vergangenheit – sie existieren in moderner Form noch immer. Es sind Sattelzüge statt Kamele und Tankstellen mit Parkplätzen ersetzen die Karawansereien. Fernfahrer sitzen im Schatten ihrer LKW’s zusammen und trinken Tee. Es sind meist Türken, Georgier, Iraner und Azerbaidschaner. Man fährt in kleinen Gruppen um sich gegenseitig helfen zu können. Entlang der Straße versorgen viele Kleinhändler die Transporte mit Grillständen, Obst, Gemüse, Frauen wedeln mit frisch gebackenen Brot und auch Liebe ist käuflich. Im Grunde ist alles wie es immer war.
Nur die Waren sind andere. Statt Seide gibt es Rohstoffe und von West nach Ost werden Lebensmittel, Waffen, Maschinen usw. geliefert. Auf der Seidenstraße wurden auch schon immer Ideen und Religionen, Wissen und Fertigkeiten transportiert. Heute ist es nicht anders. Demokratiebewegungen und Menschenrechte machen manchem autoritären Staat Angst. Die Neureichen im Osten kopieren den westlichen Lebensstil. Die neuen Götter heissen Mercedes, Lexus, Ranch Rover, Rolex und Apple. Und der Westen braucht immer mehr Öl, Stahl, Edelmetalle, Erze und Absatzmärkte.
Neben der Straße gibt es auch die Bahn. Endlos lange Züge, von 3 russischen Loks gezogen und geschoben transportieren Rohöl von Baku am Kaspischen Meer zum Ölhafen Batumi am Schwarzen Meer. Sie ist auch aus Eisen – die Seidenstraße. Und dass sie bis China reicht sehen wir auch: der neue Bahntunnel wird von einer chinesischen Firma mit chinesischen Arbeitern gebaut.

Wie geht es weiter:

jedenfalls am Freitag, Samstag oder gar am Sonntag – wir haben 2 Optionen: Odessa in der Westukraine – oder Burgas in Bulgarien? jeweils mit der Fähre von hier aus. Wir knobeln noch, am Freitag müssen wir uns entscheiden.

Odessa reizt uns schon sehr – wir waren schon 2010 und es hat uns einfach gut gefallen.

Also wir melden uns dann von?

Ganz liebe Grüße
Anneliese und Günther samt Leon

Erholungsgebiet

Mtskheta

Stöckelschuhe

Hoffen und beten

Gasfüllung um €6.-

Trafo

Nirgendwo

Fahrkartenchalter

Geschäftchen am Lande

Pause

Vorrang

Land

Stadt

unverkennbar

der schönste Markt ist in

Kutaisi

Hühnchen gefällig

die besten Kirschen

Poti

Günthers Pizza

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Armenien ist uns vom vergangenen Jahr her nicht ganz unbekannt. Die großen bekannten Highlights haben wir schon bewundert. Deshalb gibt’s am Sevan See eine kurze Erholungspause. Dabei entdecken wir noch ein abgelegenes Kloster mit einem Mönchlein, das drauf aufpasst.
Das Land zählt zu den ärmsten Staaten der Region. Man fährt an hunderten ehemaligen Industrieanlagen und Kolchosenställen vorbei, die verfallen. Der Zusammenbruch der UDSSR verursachte eine riesige Arbeitslosigkeit und Probleme. „Glücklich“ ist der einen Garten oder ein Feld hat für Gemüse und eine Kuh. Die anderen ziehen in die Städte und versuchen dort ihren Unterhalt zu finden. Geht es bergauf? Die Küsterin eines Klosters meint nein.
Vor dem Tor des Kloster Akhtala vor der Grenze zu Georgien steht ein Chevi mit Wohnauflieger, Made in USA. Drinnen sitzt Christoph, ein Schweizer. Bei einem Cafe tauschen wir Reiseerfahrungen aus. Er ist ein kritischer Geist, der politisch denkt, viel Humor hat und mit seinen Geschichten fesselt.
In Georgien besuchen wir als erstes das Kloster Dawit Gareja. Es liegt ganz im Süden direkt an der Grenze zu Aserbaidschan. Eine kleine Piste windet sich über Hügel und Wiesen. Eigentlich eine Halbwüste, stehen sie in voller Blüte. Das Kloster ist an einen Sandsteinfelsen herangebaut und Kirchen wie auch Zellen sind in den Fels gegraben. Tausende Mönche sollen hier gelebt haben und auch unter Überfällen der Mongolen und Perser gelitten haben. Schah Abbas, der mächtige Herrscher und Erbauer des prächtigen Isfahahn erscheint hier in neuem Licht. Seine Soldaten töteten 6000 Mönche und machten sie zu Märtyrern.
Am Weg zurück stoßen wir wieder auf die Firma „Halo Trust“ – die auch hier entmint. Einige Gruppen in breiter Reihe gehen über die Felder. Jede Person hat ein Minensuchgerät in der Hand. Das sind angeheuerte Leute, die für britischen Pfund die gefährliche Arbeit machen. Dass die Firma unsozial sei, Menschen so zu gefährden, widerlegt ein gut ausgerüsteter Krankenwagen, der im Fall des Falles…..
Aber Halo Trust macht ja nur die Drecksarbeit, die ja jemand machen muss! Noch unmoralischer, als mit dem Entminen Geld zu machen, ist wohl nur mehr, die Minen zu vergraben!

In Tiflis sind wir zurück im Großstadtdschungel mit seinen Cafés, Restaurant und riesiger Shoppingmal.

Ganz liebe Grüße
Anneliese und Günther samt Leon
100 Jahre Genozid

Arthur

Cafeeinladung

Wildspargel

Kreuzsteine

2 Buben

Armut

Bäckerei

Lavasch

am Sevan See

beim Kloster

der Sevan See liegt auf 1900 HM

Muh

UAZ

Schneeberge

2.Aufnahme

GB Morgen

am Sevansee Arm.

Morgenruhe

Akhtala

Originalfresken

Detail

Rustavi

Davit

umwerfend

es liegt ganz versteck

hier lebten einmal 6000 Mönche

Oasis Club

Udabno

ansonsten 15 km Feldweg retour!

DSCN4053

Kennzeichen

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Ausflug nach Nagorno Karabach

In Armenien fahren wir nordwärts bis Goris, von wo aus man über die Grenze nach Berg Karabach gelangt. Und auf dieses Gebiet wollen wir einen Blick werfen.
Völkerrechtlich gehört es zu Aserbaidschan. 1991 bis 1994 wurde es in einem blutigen Aufstand der armenischstämmigen Bevölkerung mit Hilfe Armeniens „befreit“. Nun ist es eine eigenständige Republik, die aber nur von Armenien anerkannt wird. Die azerische Minderheit flüchtete nach Aserbaidschan. Die Grenze ist nur eine Waffenstillstandslinie und auf beiden Seiten wird gedroht und von Fall zu Fall auch geschossen.
Bei der Einreise fällt uns auf, dass wir nicht als Fremde, sondern als“friends of Berg Karabach“ begrüsst werden. Das Visum wird in der Hauptstadt Stepanakert in nur 10 Minuten ausgestellt. So schnell geht’s wenn man Freunde gewinnen will.
Fährt man aus Stepanakert hinaus sieht man gleich, wie arm der Staat ist. Die Straßen werden immer schlechter und gibt es Asphalt, so wird er oft von einer Stiftung oder armenischen Privatpersonen aus dem Ausland gesponsert. Das liest man auf großen Tafeln.
Auch andere zweisprachige Tafeln gibt es: „the Halo-Trust „GB“ cleart this minefield“. Krieg kann auch ein Geschäft sein und man macht auch für solche Dienstleistungen Werbung. Am ersten Tag fahren wir zum Kloster Gandzasari, wunderschön auf einem Berg gelegen. Es wird gerade renoviert und nach der Besichtigung übernachten wir vor den Klostermauern.
Am nächsten Tag erfahren, wir was eine wirklich schlechte Straße(noch kein Sponsor ) ist. Wir lieben auch staubige Pisten, es kann auch Wellblech sein. Die Straße hier wird zwar in der Karte als „Highway“ bezeichnet, ist aber tatsächlich eine Aneinanderreihung von Schlaglöchern, mit einigen Abschnitten mit Bachsteingeröll. Irgendwann frage ich Anneliese: wann hast du eigentlich das letzte Schild der „Halo-Trust“ gesehen, dass entmint wurde?Auf dieser Strecke noch nicht! Fehlt noch, dass einer kommt und sagt „its not safe here“. Später begegnen wir einigen LKW’s . Eine Stromleitung wird gebaut. Beruhigend!
Am Abend stehen wir bei Sonnenuntergang auf einer Bergspitze mit altem Kirchlein und lassen uns Spaghetti und Bier schmecken. Nach 150 km Bachbett bin ich total geschlaucht und schlafe beinahe im Sitzen.
Am Morgen besichtigen wir Tegranakert – eine Stadt aus dem 1. Jhdt.b.C. Es wurde ein Museum eingerichtet für die Funde. Es war eine bedeutende Stadt – und seit dem 3. Jhdt. christlich! Was heisst, dass Nagorno Karabach berechtigt Anspruch auf dieses Land erhebt. Sind doch die Azeris Moslems. Die Ausgrabungen werden von einer italienischen Uni durchgeführt, der Staat selbst hat kein Geld.
Die Weiterfahrt ist nur auf der Straße nach Stepanakert möglich – es gibt ein Manöver als Drohgebärde. Bei der Vorbeifahrt an Stellungen mit Panzern und Geschützen sehen wir, wie das wenige Geld verwendet wird. Am Abend stehen wir im Maulbeerbaum – Anger des Klosters Amaras.
Wenn wir fast immer in oder um Klöster und Kirchen stehen dann deshalb, weil es schöne ruhige Plätze sind. Die Tage sind warm und schwül und Abends kommt meist ein Gewitter. Dabei muss man den Standplatz auf Wiesen und erdiger Zufahrt, vielleicht noch mit Gefälle, sorgfältig wählen um bei Nässe noch wegzukommen. Da ziehen wir einen Schotter- oder Asphaltplatz sicherheitshalber vor.

Am letzten Tag in Berg Karabach besuchen wir Shoushi, die alte Hauptstadt. Bis 1920 lebten hier 30.000 armenische Christen und 15.000 azerische Moslems friedlich zusammen. Kunst, Handel und Bildung florierten. Hier gab es die erste Mädchen Realschule des Kaukasus. Dann kam die Armee Aserbaidschans und richtete ein Massaker unter der christlichen Bevölkerung an. Das letzte Jahrhundert lief tatsächlich schlecht für die Armenier. 1915 der Genozid der Türken, 1920 der Überfall Aserbaidschans, 1941 -1945 „durften“ sie für die Sowjetunion vaterländisch bluten und 1991 – 1994 folgte der Kampf um ein eigenständiges Berg Karabach.
Hoffentlich schaut die Zukunft friedlicher aus.
Eine Schrecksekunde gab es heute auch für uns : Leon trieb sich schon längere Zeit im hohen Gras herum um irgendetwas aufzustöbern. Was ihm auch gelang! Plötzlich ein paar Sprünge, er schnappt zu, schüttelt eine Schlange wild mit dem Maul und beisst sie durch! Wir haben eine Gänsehaut, er aber ist stolzer Sieger.

Im nächsten Abschnitt unserer Reise durchqueren wir Armenien und Georgien bis zum Schwarzen Meer, wo wir versuchen werden, eine Fähre nach Constanza, Varna oder Odessa zu bekommen.

Ganz liebe Grüße
Anneliese, Günther samt Leon
Vahanavank

Wäscheleinen

kurzvor

Nagorno Karabakh

Wahrzeichen

er verkauft uns Kerzen

2 Hirten

Gaskanone

Werbung wirkt und stimmt hoffentlich

Erinnerung

Gandzasari

Detail

Innenansicht

Panzer

Zerstörung

Dadivank

hl. Stephan

Säulen

Steinmetzkunst

Landhaus

Aussicht

stimmt

Sponsoring

Gewitterstimmung

Amaras

Posing

Chef

Küche

mit Chef

Maulbeerbäume

Shoushi

Relikt

schauen

Schnorhakaluthjün

Abschied

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2015

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