Archive for 30. April 2019

In Griechenland empfängt uns blauer Himmel und ein ebensolches Meer. Unser Plan war es über Patras und den Peloponnes bis Gytheon zu fahren und weiter mit dem Fährschiff nach Kreta. Daraus wird nichts. Leider ist die Fähre nur einmal wöchentlich unterwegs und nächste Woche ausgebucht. Also müssen wir nach Piräus von wo auch Fähren starten.
Ersteinmal treffen wir noch an der Westküste Irene und Jörg aus der Regensburger Gegend. Wir kennen sie von früher als wir in Frankreich unterwegs waren. Ein riesiger Mond leuchtet uns als wir etwas später wie gewohnt in die Federn schlüpfen.
Auf der National Road gehts auf der Nordseite vom Golf nach Itea und Delphi.

Dort prüfen wir ob 42 Jahre nach dem 1. Besuch noch ebensoviel steht. Alles ist erhalten und immer wieder interessant. Nur Besucher gibt es ungeahnt mehr. Und wo wir damals herumkletterten stehen heute don’t dutch- Taferln. Im nahe gelegenen St. Lucas- Monastery steht elfhundertjahre alte Architektur. Hier beginnt eben der Osterputz der Mönche bzw. deren Helfer. Schliesslich ist man Weltkulturerbestätte der UNESCO. Zum Schlafen gehts zum Kloster des Heiligen Nicolaus. Weil das Gatter schon zu ist stellen wir uns auf die Wiese mit grandioser Aussicht. Der Bauer dem sie gehört heißt uns ausdrücklich willkommen . So ist er,der Grieche- und auch desshalb ziehts uns immer wieder hierher.
Tags darauf erreichen wir Piräus und am Abend sind wir nach einer ruhigen Überfahrt in Souda auf der Insel Kreta. Wir sind noch keine 200 m aus dem Hafen, stoppt uns ein Auto

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Heraus springt ein Grieche der meine Hand packt und kräftig schüttelt. Er hat unser Nummernschild gesehen und mußte uns anhalten. Er hat vor ein paar Jahren in Kufstein das griechische Restaurant gemeinsam mit seiner Frau betrieben. Viele Erinnerungen an damals mußte er loswerden. Seine Frau Elena erklärt mir dasselbe am Telefon. Er gibt mir noch seine Telefonnummer für alle Fälle,sollten wir in Not geraten. Weil es schon 23h vorbei ist verrät er uns noch einen ruhigen Schlafplatz im Hafen vor seinem Schiff. Er ist jetzt Kapitän eines Hafenschleppschiffes und bugsiert die großen Kreuzfahrtschiff in und aus dem Hafen. Wäre nicht die Horde Hunde um unseren Platz gewesen, die Nacht hätten wir gut geschlafen. Am Morgen wachen wir auf und stehen überrascht neben einem Kreuzfahrer, 7 Stockwerke hoch und ewig lang. Schon ab 7h morgens beobachten wir hunderte Menschen beim Landgang. Wir haben denselben Weg in die Innenstadt von Chania.Sie mit Bussen, wir mit unserem Baloo.
Dort schlendern wir durch den alten Hafen und schauen uns bei einem frisch gepressten Orangensaft das Treiben der ersten Touristen und der Souvenirhändler an.
Reinhard und Yasmina aus Kufstein treffen wir zum Essen und fahren gemeinsam nach Ag.Onoufrios an einen kleinen Strand zum Übernachten. Bei einer guten Flasche Weißwein werden die Erlebnisse der bisherigen Reise ausgetauscht. Dann trennen sich wieder unsere Wege. Sie sollen aber immer wieder einmal zusammentreffen.

Im Norden Kretas leben 3/4 seiner Bewohner. Hier sind die wenigen größeren Orte und auch die meisten Hotelanlagen. Da zieht es uns eher in den Süden mit seinen Buchten, Stränden, Wanderzielen und einsamen Ecken. Um Chora Sfakion gibt es Canyons zu durchwandern. Die Asfendou-und die Aradenaschlucht sind zwei davon und werden begangen. In der einen gibt es ganze Hänge mit Salbei, die Felswände der anderen werden von schwindelfreien Ziegen beklettert. Ein Steilabbruch mit Leiter zwingt zum umdrehen. Unmöglich den Leon da hinunter zu bringen. Unser Schlafplatz ist daraufhin die hohe Stahlbrücke über die Schlucht. Zwei Brüder aus dem Dorf Aradena kamen in Amerika zu Reichtum und haben die Brücke finanziert. Seither müssen die Bewohner des Dorfes nicht mehr in die Schlucht abzusteigen um zu ihren Häusern zu kommen.
Mit Yasmina und Reinhard legen wir zwei Strandtage bei Frankokastello ein. Die Wassertemperatur taugt schon für Badespass. Einen Tag später trennen sich die Wege in Plakias, nachdem wir gemeinsam die Kotsifu-Schlucht mit ihren zahlreichen Ölmühlen erforschten. Da unser Ziel der Weg ist bewegen wir uns weiter nach Osten. An den Dörfern am Psiloritis, der schneebedeckten höchsten Erhebung Kretas entlang werden wir in ein paar Tagen in Matala, der Hippiehochburg sus vergangenen Tagen, sein . Hier wartet Christoph, ein alter Bekannter Schweizer mit seinem Hund auf uns und Leon.

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