Archive for März 2016

Der Westwind bläst was er kann mit nur wenigen Pausen. Dann ist es gleich warm und wir können die Insel in Wanderschuhen erkunden. Jetzt habe ich Kreta doch weiblich gemacht. Vielleicht weil Europa die Prinzessin aus dem Libanon hier von Zeus geliebt wurde? Und sie die Urmutter unserer Abendland – Kultur wurde? Ein schöner Gedanke – wir alle sind Europa aber nur mit göttlicher Nachhilfe. Und Zeus? Der sitzt vielleicht am Olymp und weiß auch keinen Rat wie es weiter gehen soll. Seine Griechen müssen gerade das Familiensilber verkaufen. Europa doch eher eine Vergewaltigung? Für Zeus lege ich nicht die Hand ins Feuer.

Aber Europas stolzeste und freiheitsliebendste Kinder sind auf Kreta geblieben. Auch wenn das Leben hier nie leicht war. Mit umso größerer Kraft hat man seine Freiheit verteidigt: gegen Sarazenen, Türken, Venezianer, Deutsche und Obristen.

Weil die lateinische Kirche diese Woche Ostern feiert (die Griechen erst am 1.5.) kommen die ersten Touristen auf Kurzurlaub geflogen. Wir treffen auf unseren Wanderungen entlang der Südküste einige Rucksacktouristen auf dem Europa – Weitwanderweg E 4. Noch ist es nicht zu heiß und nicht überfüllt. Uns gehören ganze Strände alleine. Und überall lauert uns Kultur auf: zum Beispiel Lissos, eine alte Dorerstadt oder Chania, alte Hauptstadt geprägt von den Venezianern. Im Hafen in einem Gebäude, dass in venezianischer Zeit zum Arsenal gehörte in dem Schiffe gebaut wurden, finde ich einen alten Mann in seiner Werkstatt zwischen Fischerbooten aus Holz, die er repariert und restauriert. Eine Bandsäge und eine Abrichte sind im 20. Jhdt. dazu gekommen. Sonst ist die Handwerkstradition die gleiche geblieben. Heute hat er schon Feierabend gemacht und sitzt vor seinem Fernseher.

Wanderung

mit tollen Aussichten

eine kleine Jause

frisch

Sougia

erste Ausfahrt

Lissos

Asklepios bei Lissos

Chania Hafen

Arsenal

Arbeitspause

östl. von Chania

Leon darf sie nicht sehen

alt

neu

Zorbas

der Briefträger wird eingespart

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Heute (17.3.) haben wir unser erstes Ziel Kreta erreicht. Die Fähre ist um 24h eingelaufen. Hundemüde genießen wir es, noch im Hafen in unser Bett kriechen zu können. Scharfer, kalter Wind weht um unsere Hütte. Das Wetter ist viel zu kalt für die Jahreszeit. Eigentlich schon seit daheim: bei Schnee über den Brenner, dann Regen und Sturm bis Ancona. Aber das schöne ist: die Tage werden länger und es wird auch wärmer. Die Natur ist schon längst in den Startlöchern. Und wo der Mensch mit Plastikgewächshäusern nachhilft, werden bereits Erdbeeren, Tomaten, Bananen und mehr geerntet.
Am Peloponnes bei Gythio haben wir Sibylle und Erwin kennengelernt. Die beiden Schweizer leben seit 16 Jahren auf ihrer Ranch ( Facebook Villa Kunterbunt) mit vier Pferden, Eseln, Hunden, Katzen und einem Kauz. Mittels 1500 Olivenbäumen produzieren sie bestes Öl und verkaufen es in die Schweiz und Deutschland. Sie haben sich ihren Lebenstraum hier erfüllt. Weil die beiden sehr gesellig sind kann man bei ihnen auch wohnen, campen oder ausreiten. Am Abend werden wir eingeladen mit ihnen einen großen Topf bestes Schweizer Käsefondues zu essen. Das ist aber der einzige Integrationsunwille den wir feststellen konnten. Ansonsten fühlen und leben sie ganz griechisch und leiden auch ganz griechisch unter den wirtschaftlichen und sozialen Umständen.
Unser Griechenland, das wir in den 70igern des letzten Jh. kennenlernten, ist jedenfalls noch immer spürbar: wir treffen offene, liebenswürdige Menschen, warmherzig und freundlich. Ein Beispiel: am Straßenrand, unter einem ausladenden Baum steht ein gemauerter Brunnen und wir tanken Wasser. Eine junge Frau geht in den angrenzenden Garten, füttert ihre Hühner. Als sie wieder bei uns vorbeikommt, schenkt sie uns eine Schürze voll herrlicher Zitronen, soeben geerntet. Griechische Sonne strahlt uns entgegen, aus den Früchten und aus ihrem Gesicht. Efcharisto – Danke können wir nur sagen.

Strandleben

Gü und Erwin

Gythio

Fähre

es ist saukalt am Schiff

Westküste

Elafonissi

Paleochora

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Noch daheim

Noch fünf Mal schlafen bis zur Abfahrt. Die letzten Tage haben wir eine lange „todo“-Liste kürzer werden lassen. Das Zusammenpacken ist für uns Routine, aber aufpassen, dass nichts vergessen wird. Warme Sachen, Medikamente (auch für den Hund), Flossen,Taucherbrille und Schlaucherl, Reiseliteratur………
Jetzt müssen wir noch alle lieben Menschen fest drücken und ciao sagen.
Wir treffen noch unsere Freunde bei einem gemeinsamen Abschieds-Brunch . Wenn alles glatt geht werden wir sie nach unserer Rückreise hoffentlich gesund wiedersehen.
Am 10.März legt unsere Fähre in Ancona ab und bringt uns nach Patras in Griechenland, wo wir unsere Balkanreise beginnen.
Ganz liebe Grüße an alle unsere Leser die sich schon angekündigt haben und in Gedanken mitreisen und via Fotos unsere Eindrücke teilen wollen. Wir hoffen, euch nicht lang-zu-weilen. Uns wird es bestimmt nicht fad werden.
Eure AuG mit Leon

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