Archive for 25. Juni 2015

Noch einige Bilder zu Batumi in Georgien:

€ 40.-

Strandpromenade

Richtung

ja so etwas

Hallo Opa

geschrumpft

Einheitspension

ein altes deutsches Schiff

Buchladen

Batumi

In Batumi buchen wir eine Überfahrt nach Odessa mit der Greifswald und schon nach 3 Tagen legen wir ab.
Die Greifswald wurde 1968 in der BRD gebaut und ist ordentlich beisammen. Die 40 Passagiere werden von der Crew, besonders aber vom Koch verwöhnt. Auch Leon reist sehr entspannt, er schläft alleine im Auto an den Tagen rekelt er sich an Deck.
Er freundet sich mit vielen Leuten an, bekommt hier ein Keks, dort einen Trockenfisch.
Das schlimmste an der Überfahrt ist die Zollabfertigung in der Ukraine. Hier ein Stempel, dann radioaktive Strahlenmessung zur Polizei, zuletzt ist die Hüterin des Stempels nicht auffindbar. Dann heißt es „you are finish“. Endlich nach 31/2 Std. raus aus dem Hafen. Letzter Schranken: ein Grantler bedeutet uns: zurück, ein Stempel auf irgend einem der vielen Zettel fehlt. Endlich werd ich auch grantig. Das hat ihn so verunsichert, dass er den Zettel eigenhändig zum gewünschten Stempel bringt und dann trennen uns nur noch ein paar Kilometer von Odessa.
Odessa – für uns ein klingender Name einer wunderschönen Stadt. Wir schlendern durch die schachbrettartig angelegten Straßen: vom Hafen die Potemkinsche Treppe hoch, den Woronzow – Prospekt entlang der vielen Lokale und Geschäfte zum Puschkin Park. Wir treffen wieder auf Tobias, einen Deutschen, der seit 2014 mit dem Rad unterwegs ist. Er war auch im Iran und hat uns mit seinen Geschichten die Überfahrt auf der Greifswald verkürzt.
Nach 2 Tagen Stadt beschließen wir zur Donau und dann nördlich nach Moldawien zu reisen.
Man hört nicht viel Gutes über dieses Land also „erfahren“ wir es einmal selbst.
Es ist ein hügeliges Land mit vielen Seen, mit Weingärten und Getreidefeldern. Meist sind es Kleinbauern, die mit Fleiß händisch ihre Land und ihre Gärten bewirtschaften. Große Maschinen fehlen fast vollständig. Die Arbeiten erfolgen wie bei uns vor 50 oder 60 Jahren. Die Hauptstadt Chisinau ist sauber, die Menschen freundlich, die Parks schattig und belebt.
Moldawien möchte nach Europa. Wirtschaftlich sind noch viele Hürden zu nehmen. Auch der Konflikt mit Transnistrien gehört gelöst.
In den nächsten Tagen kreuzen wir durch das Land und nicht schwer zu erraten – wir besuchen Klöster!
Im Kloster Hirbovat erfahren wir, was ein orthodoxer Mönch mit Bob Dylan und Georg Ringsgwandl, einem bayr. Liedermacher gemeinsam hat:
die Kirche wird hinter uns zugesperrt und vor dem Tor frage ich den freundlichen Pater weil er auch englisch spricht:
Entschuldigung wie alt ist ihr Kloster?
1730 gegründet
wieviel Mönche leben hier?
11 – wir sind klein, es gibt viele Klöster, das größte hat 200 Mönche und in ganz Moldavien gibt es 2000
In Österreich gibt es Priester- und Mönchsproblem.Wenige wollen diesen Beruf
Warum ist das so?
Es gibt weniger Spiritualität und einen modernen Lifestyle
Yes thats not good
Die neuen Götter heißen: Auto, Haus, Konsum…
Wenn ich das habe, aber morgen tot bin, was habe ich dann?
Genau, da kannst du nix mitnemma!

Da fällt mit Ringsgwandl ein und sein Lied“nix mitnemma“
Musik Bob Dylan
„du kannst ein Kardinal sein,
schön feierlich und fett,
oder frommer Pfarrer, Zölibat und Doppelbett
des kannst du net mitnemma
Jammer nur zum Teifi, bettl an liabn Gott
und der sagt: na – nix mitnemma

Weil wir nach so vielen Klöstern schon richtige „Experten“ sind hätten wir ein paar Vorschläge für unsere Kirchenoberen zu Hause:
Schaut euch die orthodoxe Kirche an mit ihrem Zulauf an Gläubigen. Die Messfeier findet die meiste Zeit hinter einer Altarwand sehr geheimnisvoll statt. Es werden Bücher in Gold heraus und herein getragen, geküsst wird alles was im Weg steht, der Chor hält Zwiesprache mit den Patres… und das alles ist so ergreifend, wie unverständlich.
Macht die Messen wieder geheimnisvoll, betet in unverständlichem Latein, räuchert was die Fässer hergeben, singt und küsst und zieht die Messe in die Länge. Je mystischer desto andächtiger werden sie an euren Lippen hängen. Ihr werdet wieder die alte Macht erlangen, weil nur ihr in angemessener Weise mit Gott kommunizieren könnt.
Und weils hier keine Kirchensteuer gibt, läuft auch niemand weg. Trotzdem haben die Pfarrer und Mönche runde Bäuche – bringen doch die gläubigen Frauen taschenweise Lebensmittel, Wein und Selbsteingekochtes mit.

Bilder von Odessa:
Leon darf im Auto schlafen

40 Std. Überfahrt

Odessa

Marsch!

Peace

Flair

Potjemkin

zukünftige Schachmeister in Odessa

Exil

wann kommen sie wieder die Donauschiffe?

Moldawien:

Moldawien

Hüterinnen der Kirche

Capriana

Andacht

Messe

Chisinau

Schach

herrlich

Besichtigungstour

Nonnenkloster

wenns heiss wird

Bauern

am Land

in Freiheit

Kramerladen

Butuceni

am Riv. Raute

Vorgeschmack auf Rumänien (Bukowina)- wo wir gerade sind:
1.Kloster in Rumänien

schon fast kitschig

Kloster Voronet

Wandmalerein

so viele Geschichten

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