Archive for 26. September 2014

Noch nicht genug von malerischen Bergdörfern und Sanktuarien setzen wir unseren Weg fort und pirschen uns nahe an Rom heran. Beim Bergdörfchen Guadagnolo verbringen wir eine Nacht und unter uns liegt die Ewige Stadt mit ihren Lichtern ausgebreitet. Mit dem Fernglas erkennen wir Castel Gandolfo und sogar das Colosseum machen wir aus.
Über Castel di Tora und dem Lago del Salto erreichen wir L’Aquila. Einst eine Perle der Abruzzen ist die Altstadt nach dem Beben von 2009 noch immer stark beschädigt. Die Bewohner sind am Stadtrand in neuen Häusern angesiedelt worden, und wo man früher flanierte ist es jetzt totenstill. Von 8 Milliarden € als Aufbauhilfe sind nur ca 500 Mill. angekommen. Es wird zwar wieder aufgebaut, doch viel zu langsam. Nach 5 Jahren sind die Geschäfte und Büros abgewandert und kommen vielleicht gar nicht mehr. Zurück bleibt eine tote Stadt ohne Menschen.

L’Aquila ist unser Ausgangspunkt für eine mehrtätige Rundfahrt durch den Naturpark Gran Sasso. Hier ist der Apennin fast 3000 Meter hoch. Am Campo Imperatore übernachten wir auf 2100 Meter am Fuß des Corno Grande. Der Campo ist eine riesige Hochebene mit Almwirtschaft und fast menschenleer. Nur Schwammerlsucher treffen wir mit Körben voll Champignons bei unseren Wanderungen.

Im Städtchen Capestrano mit einem Medici – Schloss in seiner Mitte finden wir einen ruhigen Schlafplatz mit Brunnen vor dem Kloster des (Ortsheiligen) San Giovanni. Neugierig betreten wir die barocke Kirche. An den Wänden monumentale Fresken von Schlachten. Ritter auf Pferden kämpfen gegen verschlagen dreinblickende Halbnackte mit Turbanen und Krummschwerten. Und im Zentrum ein Mönch im Franziskaner – Outfit, der sein Kreuz dem Feind entgegenhält. Wir lesen, es handelt sich um einen Kreuzzug, an dem auch dieser Giovanni als Gotteskrieger teilnahm. Und prompt wird er von seinen Kollegen in Rom heilig gesprochen.
Wie wärs, ihr Kuttenbrunzer der heiligen Kirche zu reflektieren und die Kreuzzügler als das zu sehen was sie waren: eine Horde brennender, mordender und verblendeter Gotteskrieger die in den „heiligen Kampf“ zogen.
Dem Giovanni gehört der Heiligenschein abgenommen, wie vielen anderen auch!

Nach 4 Nächten bei 4° Aussentemperatur und wohliger Wärme im Auto fahren wir zurück in den Spätsommer nach L’Aquila zum ausgekundschafteten Münz- Wasch- und Trockenautomaten.

Ganz liebe Grüße besonders an Hans Jörg! – Unser Mitgefühl, manchmal kommt es wirklich ganz dick!

AuGuL

Leider haben wir heute einen schlechten Zugang und können so die Bilder nicht heineingeben – bitte warten

Sperrzone

wer hat das Geld?

am Domplatz

Fassade

funktionstüchtig
NP

unterwegs

Sternegucker

neue Freunde

Sonnenaufgang

Castel del Monte

echt

eine der schönsten Kirchen

Capestrano
Peperocino

San Pellegrino

Fresken 10.Jhdt.
10.Jhdt.

Santa Maria Assunta

Kustodin
es heisst warten

Santo Stefano di Sessanio

in Santo Stefano

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