Archive for 12. Juli 2014

REISEN statt RASEN –
Das ist unser Motto und deshalb waren wir ganz schön lange unterwegs. Das wird unser letzter Bericht dieser Reise.
Heute sind wir in Timisoara, dem alten Temeschwar der deutschen Volksgruppe. Morgen geht’s über die Grenze nach Ungarn und weiter Richtung Heimat. Der Sommer und der Längsee warten und wir freuen uns auf Freunde, Kinder, den Lorenz und den ganz kleinen Matthew.
Die letzte Etappe beginnt also mit Edirne in der Türkei.
Von dort reisen wir in Bulgarien ein und bleiben erst einmal wieder für ein paar Tage am Cerno More mit langen Sandstränden. Uns fällt besonders die Abwesenheit von Picknickmüll auf. Die Verantwortung für die Natur ist viel größer wie bei den Türken. Diese lieben es, mit Kind und Kegel aufs Land (Strand) zu fahren, zu grillen, zu schlemmern und die Reste vom Fest bleiben verstreut auf dem Platz liegen. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass es so viel schöne Natur gibt und deshalb nicht so sorgsam damit umgegangen wird.

Noch eine kritische Bemerkung: gib keinen Türken einen Bagger oder LKW in die Hände. Er wird jedes Tal damit durchpflügen, jeden Berg der ihm in den Weg kommt, abtragen. Wozu? Jede Straße, auf der mehr als 10 Autos in der Stunde unterwegs sind wird 4 spurig ausgebaut und begradigt. Dabei werden die schönsten Täler vollkommen zerstört. Alles Material bleibt links und rechts der neuen Straße liegen und bildet eine Mondlandschaft. Wurst, denkt der Türke, es gibt noch so viel unberührte Natur. Da kommt es auf ein paar km2 nicht an. Und die Wirtschaft wird es schon so verlangen. Man will mit viel Gewalt den Fortschritt erreichen.

Hier in Bulgarien und Rumänien läuft alles langsamer. Das die EU nicht an allen Ecken und Enden reich ist, merkt man auch. Es gibt schon viele Hotels an der Küste, aber auch lange Naturstrände, grad recht für uns.
Nesebär, eine Stadt auf vorgelagerter Insel gefällt uns gut. Viele Jahrhunderte ist sie alt und deshalb Weltkulturerbe. Natürlich besuchen wir auch Klöster die auf unserem Weg liegen.
Ein paar Tage sind wir entlang der Donau unterwegs. Durch die Orte Kreta, Brest und Bajkal fahren wir an einem Tag. Auch durch Kozloduy. Hier wird auch nicht gerade rücksichtsvoll mit Mensch und Natur umgegangen. Der Schrottmeiler sollte eigentlich schon lange stillstehen. Er produziert aber weiter risikoreichen Atomstrom für Bulgarien. Und man hört hier leider kein lautes „Nein Danke“.
In Calafat reisen wir in Rumänien ein. Jedem/r KufsteinerIn ein Begriff. Freiherr von Spindler wurde hier in einer Schlacht zum Helden von Calafat erklärt. (muss ich noch googeln, um was es ging).

Die Knochen der Toten, die ich in einem Steilufer der Donau finde, sind hoffentlich nicht in der Schlacht sondern eines natürlichen Todes gestorben. Wir leisten ihnen eine Nacht lang am Ufer Gesellschaft.

Das wars von uns von unterwegs für euch. Wir haben immer gerne berichtet und einige Fotos gezeigt. Für die oft lange Berichte bitte ich um Nachsicht – aber es passiert einfach so vieles unterwegs und wir haben nur einen Bruchteil erzählt. (dies gilt auch für die Fotos)

Wir hoffen, wir sehen uns gesund wieder.

AuGuL
Bulgarien

Abendstimmung

Nesebär

im Hafen von Nesebär

bei Staro Orjahovo

Morgenbad

Begrüßung der Sonne

auf zum Frühstück

Madara

Plakat

Original

immer wieder riesige Sonnenblumengefelder

IvanovoJPG

Felsenkloster

St.Dimitar

Rastplätzchen

so gehts auch

Donau

Rumänien

Blauracke

4.Platz

Friedhof

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