Archive for Juli 2014

Hallo liebe Freunde!
Wir haben unterwegs einige nette Leute kennengelernt – u.a. Maria und Wolfgang. Wir haben einige nette Tage gemeinsam verbracht und wir möchten euch die Web-Seite von ihnen weitergeben.

Sie waren übrigens im letzten Jahr in Albanien und ihr Reisebericht erscheint per 1.9. im „Allradler“

http://www.woki-wege.at

AuG

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REISEN statt RASEN –
Das ist unser Motto und deshalb waren wir ganz schön lange unterwegs. Das wird unser letzter Bericht dieser Reise.
Heute sind wir in Timisoara, dem alten Temeschwar der deutschen Volksgruppe. Morgen geht’s über die Grenze nach Ungarn und weiter Richtung Heimat. Der Sommer und der Längsee warten und wir freuen uns auf Freunde, Kinder, den Lorenz und den ganz kleinen Matthew.
Die letzte Etappe beginnt also mit Edirne in der Türkei.
Von dort reisen wir in Bulgarien ein und bleiben erst einmal wieder für ein paar Tage am Cerno More mit langen Sandstränden. Uns fällt besonders die Abwesenheit von Picknickmüll auf. Die Verantwortung für die Natur ist viel größer wie bei den Türken. Diese lieben es, mit Kind und Kegel aufs Land (Strand) zu fahren, zu grillen, zu schlemmern und die Reste vom Fest bleiben verstreut auf dem Platz liegen. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass es so viel schöne Natur gibt und deshalb nicht so sorgsam damit umgegangen wird.

Noch eine kritische Bemerkung: gib keinen Türken einen Bagger oder LKW in die Hände. Er wird jedes Tal damit durchpflügen, jeden Berg der ihm in den Weg kommt, abtragen. Wozu? Jede Straße, auf der mehr als 10 Autos in der Stunde unterwegs sind wird 4 spurig ausgebaut und begradigt. Dabei werden die schönsten Täler vollkommen zerstört. Alles Material bleibt links und rechts der neuen Straße liegen und bildet eine Mondlandschaft. Wurst, denkt der Türke, es gibt noch so viel unberührte Natur. Da kommt es auf ein paar km2 nicht an. Und die Wirtschaft wird es schon so verlangen. Man will mit viel Gewalt den Fortschritt erreichen.

Hier in Bulgarien und Rumänien läuft alles langsamer. Das die EU nicht an allen Ecken und Enden reich ist, merkt man auch. Es gibt schon viele Hotels an der Küste, aber auch lange Naturstrände, grad recht für uns.
Nesebär, eine Stadt auf vorgelagerter Insel gefällt uns gut. Viele Jahrhunderte ist sie alt und deshalb Weltkulturerbe. Natürlich besuchen wir auch Klöster die auf unserem Weg liegen.
Ein paar Tage sind wir entlang der Donau unterwegs. Durch die Orte Kreta, Brest und Bajkal fahren wir an einem Tag. Auch durch Kozloduy. Hier wird auch nicht gerade rücksichtsvoll mit Mensch und Natur umgegangen. Der Schrottmeiler sollte eigentlich schon lange stillstehen. Er produziert aber weiter risikoreichen Atomstrom für Bulgarien. Und man hört hier leider kein lautes „Nein Danke“.
In Calafat reisen wir in Rumänien ein. Jedem/r KufsteinerIn ein Begriff. Freiherr von Spindler wurde hier in einer Schlacht zum Helden von Calafat erklärt. (muss ich noch googeln, um was es ging).

Die Knochen der Toten, die ich in einem Steilufer der Donau finde, sind hoffentlich nicht in der Schlacht sondern eines natürlichen Todes gestorben. Wir leisten ihnen eine Nacht lang am Ufer Gesellschaft.

Das wars von uns von unterwegs für euch. Wir haben immer gerne berichtet und einige Fotos gezeigt. Für die oft lange Berichte bitte ich um Nachsicht – aber es passiert einfach so vieles unterwegs und wir haben nur einen Bruchteil erzählt. (dies gilt auch für die Fotos)

Wir hoffen, wir sehen uns gesund wieder.

AuGuL
Bulgarien

Abendstimmung

Nesebär

im Hafen von Nesebär

bei Staro Orjahovo

Morgenbad

Begrüßung der Sonne

auf zum Frühstück

Madara

Plakat

Original

immer wieder riesige Sonnenblumengefelder

IvanovoJPG

Felsenkloster

St.Dimitar

Rastplätzchen

so gehts auch

Donau

Rumänien

Blauracke

4.Platz

Friedhof

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Hallo liebe Freunde! Nun gibt es nur mehr einige Impressionen vom Schwarzen Meer (türkische Seite).
Momentan sind wir in Edirne und haben heute die schöne SELIMIYE Moschee bewundert. Momentan ist Ramadan -türk. Ramazan- und wir konnten das Freitagsgebet mitverfolgen.
Sultan Selim II hat den Auftrag an den damals bereits 80jährigen Baumeister Sinan erteilt:“baue mir eine Moschee, die alle anderen in meinem Reich in den Schatten stellt. Erhaben soll die Kuppe dieses Hügels thronen und den Ungläubigen von der Größe Allahs kunden“.
Morgen soll die Reise nach Bulgarien gehen, hier möchten wir uns auch die Küste von Schwarzen Meer ansehen.

Liebe Grüße an alle und besonders an den neuen Erdenbürger Magnus
AuGuL

Abendstimmung

Bosporusbrücke

am Bosporus

Bucht

Kiyiköy

Edirne

Ramazan

Freitagsgebet

Frau

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An der Schwarzmeerküste ist das Wetter oft regnerisch – sagt unser Reiseführer. Und daher weniger touristisch als die Südküste. Doch nicht bei uns!
Viel Sonne, ein warmes Meer und trotzdem kein Ballermann!

Sinop ist Hafenstadt und von hier fahren wir auf einer gewundenen engen Küstenstraße westwärts. Die Küste ist steil, in den Buchten liegen kleine Fischerdörfer. Wir schlafen gut auf der betonierten Hafenmole. Der Kneipenwirt hat an uns gedacht und bringt warmes Brot zum Frühstück.

Amasra erwacht im Sommer und wird von Touristen aus der Türkei besucht. In einem der zahlreichen Restaurants am Hafen essen wir die dortige Spezialität Horse-Makrele, ein kleiner Fisch, dessen Verzehr für uns viel Arbeit ist. Die türkischen Restaurantbesucher essen ihn mit Kopf und Schwanz und sind entsprechend schneller satt.

Über Safranbolu im Landesinneren treffen wir in Akcakoka wieder die Küste. Safranbolu ist seit 1994 Weltkulturerbe. Der alte Stadtkern besteht aus Häusern im osmanischen Stil mit Erkern und Balkonen. 2006 haben wir in einer renovierten Pension wie ein Emir und eine Haremsdame übernachtet. Jetzt hat ein Hotel seinen Garten für WOMOS geöffnet. Mit Duschen, WC, Strom und Internet.

Der Leon hat seit einer Woche eine eitrige Zehe und die wird nicht besser. Akcakoka, eine etwas größere Stadt, könnte einen Tierarzt haben. Wir fahren zu einer Pharmazie und fragen. Der Apotheker telefoniert lange herum und fährt mit uns zum Gemeindeamt. Dort gibt es einen Amtstierarzt. Der tritt sogleich in Aktion. Wir gehen auf den Parkplatz und er öffnet den Kofferraum. Die Spritze hat er schnell, nach der Infusionsflasche kramt er länger in einem Haufen von Medikamenten und Geräten. Leon wird betäubt und kniend im Schatten des Autos wird die Pfote untersucht. Weil es eine Infektion ist bekommt er einen antibiotischen Spray und schon ist der Arzt wieder weg. Lässt sich nichts bezahlen. Mit dem Apotheker fahren wir in dessen Geschäft und erhalten ein Antibiotikum zum auftragen. Für die Begleitung und Zeitaufwand dürfen wir auch ihn nicht bezahlen. Das ist türkische Hilfsbereitschaft. Wie wir sie oft erlebten.

Heute faulenzen wir in „woodyville“. Ein istanbuler Rechtsanwalt hat hier in eine Traumbucht bei Side ein Feriendorf gebaut. Holzhäuschen mit Aussicht, ein Pool, Cafe und Restaurant, alles ist liebevoll komponiert. Und weil er ein Wildwestfan ist, gibt es ein Sherrifbüro, Tipis und Planwagen zum Übernachten, samt Cowboyromantik am Lagerfeuer mit grasenden Pferden im Hintergrund. Es gibt auch ein Baumhaus mit Bad names „honey moon“.Felsen schließen die traumhafte Sandbucht ab.

Weil ich seine Anlage gut finde, bekomme ich einen Stetsonhut geschenkt. Ich soll ihn nicht vergessen. Weil er schon 76 ist sucht er eine verlässliche Person die den Laden leiten soll. Etwas für eine(n) Aussteiger(in). Handwerkliches Geschick und Tourismuserfahrung wären gut. Wer Lust hat bitte melden, wir stellen die Verbindung her. Erol (der Besitzer) hat das österr. Gymnasium in Istanbul besucht und spricht ausgezeichnet deutsch.

Morgen wollen wir über den Bosporus und weiter nach Edirne. Wir haben uns für Bulgarien und Rumänien als Heimreiseroute entschieden (weil Hans Jörg nun offensichtlich doch nicht nach Griechenland kommt). Aber bis dahin gibt es sicher neue Nachrichten von uns.

Ganz liebe Grüße an alle AuGuL

Schwarzmeerküste

Buchten

Markt

Mahlzeit

Amasra

Safranbolu

beim Schmied

Strand

woodyville

Pool

honey moon

Bucht

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