Archive for 20. Mai 2014

Noch in der Türkei, in Susuz kommen Sigrid und Klaus. Die Fahrt nach Georgien beginnt. Die Grenze ist problemlos und wir wechseln unsere Euro in Lari. Eine KFZ- Versicherung können wir nicht abschließen. Wir fahren noch bis zum Kloster Zarzma. Müde richten wir uns in der Nähe ein und kochen das Abendessen. David und sein Vater kommen vorbei, bringen Krautwickler und Fisch, sowie 3 Liter Wein und eine Flasche Wodka. Obwohl wir kein georgisch und sie kein deutsch sprechen, findet eine österreichisch – georgische Verbrüderung statt die weit in die Nacht dauert und bis der Rote leer ist. Der David hat alleine 1 1/2 Liter hinunter geschüttet. Der Papa hat sich mehr zurück gehalten und nur 5 österr. Bier von uns getrunken. Er musste ja auch noch heimfahren. Wir hoffen, dass weitere bilaterale Beziehungen nicht jeden Abend in dieser Intensität stattfinden.

Das Kloster von Vardzia ist in eine Felswand gehauen. Es gibt unzählige Gänge, Wohnkammern und eine Kirche in der gerade Messe gefeiert wird. 4 Nonnen liefern schöne Gesänge zur zeremonienreichen Messhandlung der Mönche.

Noch am selben Tag überschreiten wir den Grenzübergang zu Armenien. Die Beamten sind freundlich und es gibt auch ein Versicherungsbüro. Die Währung: armen. Ram. „Austria is super Conchita – ha ha „Zuerst kapieren wir nichts, aber dann fällt der Groschen. Diese Conchita Wurst hat im Songcontest gewonnen. Das kam im Fernsehen und hier haben alles zugeschaut.

Waren die Straßen in Georgien schlecht, so sind sie in Armenien teilweise katastrophal . Hauptverbindungen warten mit unzähligen Löchern auf, dass man sie einfach nicht verfehlen kann. Auf Nebenstraßen sind sie badewannentief und groß. Das alles kann unsere Reiselust nicht schmälern. Viele Klöster und Kirchen säumen die Route: die Klöster Geghard, Mormashen, Nora Vank, uvm.
Märkte und Handwerker locken zum fotografieren, und überall sind wir willkommen.

Am 17.5. schauen wir uns Yerevan, die Hauptstadt an. Fordert die Fahrt in die Stadt auch die Nerven, so wird es doch ein schöner, interessanter Tag. Viele Neubauten ersetzen alte Viertel und machen die Stadt nicht unbedingt schöner. Doch die Menschen sind überall von einer umwerfenden Freundlichkeit. Ein Straßenmusiker spielt für uns Jazz und im Cafe lernen wir einen echten Opernsänger kennen. (auf Youtube.com:
karapetyan,bass). Er bedauert, dass es nicht mehr viel Altes gibt, erzählt uns von einer Bibliothek mit schönen alten Schriften gleich neben der Oper. Es ist uns aber schon zu spät und wir quälen uns wieder stadtauswärts.

Beim Kloster Khor Virap finden wir einen Übernachtungsplatz vor der Kulisse des Ararat. Es ist das Symbol des Staates Armeniens, leider auf türk. Staatsgebiet und für die Armenier nicht erreichbar.

Im Süden möchten wir die Klöster von Nora Vank und Tatev anschauen. Beide sind einzigartig: Nora Vank durch seinen Baustil und Tatev als eines des mächtigsten und wichtigsten Klosters Armeniens. So ähnlich stellte ich mir immer Eco’s Kloster von „im Namen der Rose“ vor. Es beherbergte eine Universität und man lehrte alle Wissenschaften des Mittelalters.
Generationen von Mönchen haben hier gelehrt und Bücher kopiert.

Seit 2010 gibt es eine Gondel mit fragwürdigem Nutzen zum Kloster. 13 Mill. € soll sie gekostet haben und Besucher anlocken. Als wir zum Kloster fahren, steht die Bahn still. Die Zufahrtsstraße ist steil und eng und Busse kommen hier nicht hoch. Aber könnte man nicht die wenigen Touristen auf Kleinbusse umladen und hoch-bringen? Hätten dadurch nicht mehr Dörfler Arbeit und Brot um viel weniger Geld als durch die Seilbahn?
Ist sie vielleicht einer der „faulen“Kredite, die für einen Gehirnpfurz verbraten wurden?
Nochdazu wo der einzige Arbeitgeber im Dorf, eine Schuhfabrik aus Sowjetzeiten stillsteht?

Eine gute Woche waren wir nun mit Sigrid und Klaus gemeinsam unterwegs. Hatten wir auf Asphalt die Nase vorne, so spielte der Landy und sein Herrl die Trümpfe auf steilen Bergpfaden aus. Wir ließen uns aber auch da nicht abschütteln. Und wenn der Himmel weinte wars bei uns im Auto bei Snacks und Wein gemütlich.
Nun haben es die beiden wieder eiliger wie wir und fahren übern den Sevan See nach Georgien zurück. Wir lassen uns etwas mehr Zeit und werden wieder berichten (sofern Wlan vorhanden

Sigrid und Klaus

Morgenstimmung

Völkerverständigung

eine trächtige Sau

Markt

Arbeit

Kaukasus

Vardzia

Messe

armenien

Straßendorf

Mormashen

Lavasch

Gockel

er läuft…….

2 hübsche Mädels

Weltkulturerbe

Ararat

Yerevan

Yerevan 2

eine Frau in YerevanJPG

Radfahrer

Schlafplatz

Besuch

1A

Khor Virap

Blick auf Ararat

Areni

Nora Vank

wir bekommen jeden Tag Besuch

Bauer

Tatev

Kloster Tatev
Regen

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