Archive for 11. April 2014

Es ist hier wirklich wie im Paradies! – Wir waren schon einmal vor 10 Jahren hier, direkt neben der großen Kreuzritterburg – aber nun zur letzten Woche:
entlang der Lykischen Küste mit Sandbuchten und Klippen, Fischerdörfern und Ferienorten ziehen wir weiter ostwärts. Lykische antike Ruinen mit den charakteristischen Grabhäusern, die aus dem Fels gemeißelt wurden sehen wir in Pinara und Xanthos. Patara war wichtigster Hafen und heute von Sanddünen überschüttet.
Genau diese Dünen suchen die großen „unechten Karettschildkröten“ auf um ihre Eier abzulegen. Die hier geschlüpften Weibchen kehren nach 20 – 30 Jahren und tausenden geschwommenen Seemeilen genau hier her zurück, um wieder die Sonne die Eier ausbrüten zu lassen.
Kalkan, ein ehemaliges Fischerdorf erwacht gerade zum Leben. Die ersten Touristen sind da. Im Hafenviertel lassen wir es uns gut gehen bei einem 2. Frühstück und gepresstem Orangensaft. Anneliese kann davon gar nicht genug bekommen. Wir sehen die tragenden Bäume und überholen die Traktoren mit den frisch gepflückten Früchten.
In Myra, heute Demre, besuchen wir die Kirchenruine in der der Heilige Nikolaus als Bischof gewirkt hat. Er war ein gütiger Mann, wirkte Wunder und beschenkte die Armen. Das leere Grab kann man anschauen, die Gebeine haben italienische Kaufleute im 13. Jhdt. gestohlen und nach Bari gebracht. Die Türken haben auch noch Knochen im Museum und behaupten, die Italiener hätten die falschen mitgenommen. Wer kann schon sagen was stimmt. Jedenfalls haben wir 2012 in Frankreich in einer Kirche nahe Nancy eine Reliquie des Heiligen, seinen Arm bestaunt. Er kommt eben viel herum, der Nikolaus. Den meisten von uns ist er ja auch schon erschienen am 6.12., seinem Todestag.
In Cirali, nahe dem alten Olympos wandern wir zu den ewigen Feuern. An mehreren Stellen züngeln Flammen aus Felsspalten aus denen Erdgas austritt. Die alten Griechen errichteten hier einen Tempel für Hephaistos, dem Götterschmied.
Dann machen wir einen Riesenschritt und eilen vorbei an Antalya, Alanya und den unzähligen, heute schon zusammen hängenden Orten der Türkischen Riviera. Hotelburgen links und rechts säumen die Küste.
Es müssen Hunderte sein, mit tausenden von Zimmern. Müssten wir einen Preis für die Hässlichsten vergeben, wir täten uns schwer. Aber offensichtlich treffen die Touristiker den Geschmack und die Bedürfnisse der Menschen: Meer, Sand, Sonne, deutscher Kaffee und Schnitzel und Bier „all inclusiv“ . Doch wer sucht, findet selbst hier einige wenige nette Hotels oder Pensionen.
Wir finden eine Karawanserei aus seldschukischer Zeit im Hinterland. Bestens erhalten besichtigen wir die Ställe, die Warenlager und die Unterkünfte der Reisenden. Erbaut im 13.Jhdt. zeigt sie, wie gut organisiert die Handelswege damals waren. Im Abstand einer Tagesreise erbaut (30km) machten sie das Reisen sicher. Für mitreisende Frauen gab es sogar einen eigenen Raum.
Nach Gazipasa ist der Hotelspuk vorbei. Das Taurusgebirge fällt steil zum Meer ab und machte das Gebiet lange unzugänglich. Wir finden einen Übernachtungsplatz der Extraklasse auf einer Klippe, mit einem Pfad zum kleinen Kiesstrand. Es folgt ein Abendessen mit Aussicht und Anneliese genießt ihr Yoga bei Sonnenuntergang.
Man liest schon: uns geht’s unglaublich gut. Das selbe wünschen wir allen unseren Lesern und Freunden. Bis bald einmal.

PS.: Danke Ingrid, liebe Grüße nach Schwoich (der Olymp war wolkenfrei und gut zu sehen) Gruß in die Ramsau ( wir warten auf euch!) nach Stuttgart, Luxemburg und in die Schweiz.
Bussi an Lorenz, an Matthew und seine Eltern.
für Margit: trefft ihr euch mit unserem Hannes? – mit dem Standort Markieren – ist es etwas schwierig, da wir selten im Internet sind.Pinara

Felsengräber bei Pinara

Xanthos

Glashäuser

Patara

da kommt unser Nikolausi her

am 6.12. gestorbenPG

Glasscherben

Höllenfeuer

auf der Klippe

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