Archive for 20. Oktober 2013

Uzes 20.10.

Wenn es die Wetterverhältnisse erlauben, unternehmen wir immer Wanderungen so ungefähr 21/2 h bis 3 1/2h reine Gehzeit. Es sind immer wunderschöne , auch historische Wege die manchmal steil auf/ab gehen uns durch wunderliche und verwunschene Wälder führen. Mit Moos bedeckte Steine, durch Kastanienwälder oder Wiesen mit herbstlich gefärbten Sträuchern. Es gibt viel zu sammeln – wie Brombeeren fürs Müsli oder Kastanien. Wir benötigen dann natürlich immer länger, wie angegeben. Aber dafür liegt so manches romanisches Kirchlein am Wege oder wir gehen überhaupt tolle Aussichtswege (Corniche)
Unsere Literatur: Wanderführer von Rother für die Auvergne und Cevennen mit Ardeche; weiters kaufen wir uns auch IGN Wanderkarten vorort oder holen uns ausführliche Informationen bei den Tourismusbüros.

Heute schreiben wir aus Uzes. Die Domaine „Saint Firmin“ hat neben den Kellern zum Keltern einen schönen einfachen Übernachtungsplatz eingerichtet, der sich gut zur Verkostung der Weine eignet.
Die alte Stadt neben uns ist Fußgängerzone und hat viel Charme und Architektur zu bieten.
Viele Tage, in denen wir die Täler des Gardon de Saint Jean, des Tarn, Ardeche und des Gard ou Gardon besuchten, liegen hinter uns und wir müssen ans Heimfahren denken. Wir werden es nicht schaffen, auch nur annähernd alle interessanten Orte, Berge und Täler dieser Gegend zu sehen.
Nächste Woche geht’s nach Norden der Rhone entlang zum Genfersee und durch die Schweiz nach Hause. Wir verlassen die Cevennen schweren Herzens und trösten uns mit den Gedanken, Familie und Freunde wiederzusehen. Und dass hoffentlich auch 2014 ein neues Entdeckungsjahr wird.
Den Reisen bleibt unsere Leidenschaft.

Nachsatz:
was gefällt uns so an Frankreich: mit dem WOMO ist es einfach zu bereisen (besonders in der Vor-und Nachsaison)! Viele Dörfer und Städte haben Plätze fürs Übernachten reserviert. – meistens gratis ,oft ist auch noch Ver- und Entsorgung (für Wasser und WC) gratis oder der Automat schluckt dafür € 2.–!
bei uns in Österreich sieht man leider immer nur Verbotsschilder! WOMO-Gäste sind wenig willkommen. Es gibt übrigens in Frankreich ein dichtes Campingnetz, die Preise zw. 10.– und €15.– und in Österreich kosten diese doppelt soviel!
Das Essen ist ausgezeichnet und bei uns in Österreich sicher nicht billiger! Es ist selbstverständlich, dass Wasser und Brot gratis gereicht wird. Der Espresso kostet meistens € 1.– bis € 1,50!
Dann gibt es in vielen Städten oder bei den Einkaufszentren angebunden Waschmaschinen samt Trockner in Selbstbedienung. Besonders günstig, in der Zwischenzeit kann man einkaufen oder tanken gehen, während die Wäsche wieder sauber wird.
Die Menschen sind durchwegs sehr freundlich und gelassen. Es wird uns weiter geholfen oder vorgefahren, wenn wir die“aire communale de camping-car“ nicht finden.-
was fällt uns noch auf:
die Schulen sind meistens erst um ca 16h30 aus – es gibt hier auch eine höhere Frauenerwerbstätigkeit. Dieser Umstand hängt einfach zusammen!
In den Schulbussen fährt immer eine Begleitperson mit.
In den Supermärkten ist an den Kassen kein Gedränge, denn die/der KassiererIn wartet bis man eingepackt hat und wünscht auch noch einen schönen Tag.
Antwort auf immer weniger Landärzte: mobile Untersuchungswägen.
Es gibt viele Wochenmärkte und ein großes Angebot an Biowaren! – leider gibt es auch furchtbar viele AKWs :-(((((
es gibt auch viele Fox Terrier, doch am Land sind die meisten im Kotter eingesperrt :-(((((
und niemand beseitigt den Hundedreck:-(((((
die Liste lässt sich sicher erweitern!

und was im Herbst nicht so schön ist: es wird schon früh dunkel dafür spät hell!

Alles Liebe daheim wünschen euch Anneliese und Günther

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