Archive for 4. Oktober 2013

Camargue 4.10

Im Kloster N.D.de Neiges, einer Station für Pilger, parken wir neben dem Schild „Taureau mauvais“ d.h. Stier böse!! Die Herde bleibt friedlich und wir bleiben, um die 3 Seigneurs, eine Berggruppe zu erklimmen.
Das Kloster wird von den „kleinen Brüdern“ bewohnt, die ihrem ermordeten Mitbruder Charles de Foucauld ein Andenken bewahren.Zufällig stoßen wir schon wieder auf diesen Menschen, nachdem wir seine Einsiedelei in Algerien aufsuchten(2002). Er hat viel für die Touareg getan ohne sie zu missionieren und hat ihre Sprache erforscht und aufgeschrieben. 1916 wurde er von Räubern im Hoggar Gebirge ermordet.
Eine weitere Pilgerstation am Jakobsweg ist das Dorf Thines mit seiner Kirche aus dem 12.Jdht.im einsamen Tal. 8 Bewohner und eine Gite de Etap gibt es da. Wir bekommen eine herrliche Ente serviert und weil es zu schütten angefangen hat, fährt uns der Wirt die Wegstrecke zum Auto zurück.
Traurige Geschichte schrieben hier die Soldaten des 3.Reiches am 4.8.1943, als sie auf der Suche nach Mitgliedern der Resistance sämtliche Einwohner, Männer und Frauen erschossen.

Viel älter, nämlich ca. 4500 Jahre ist die Geschichte von 154 Menhiren, die auf einer weiten Hügelfläche Wache stehen und von uns bestaunt werden. Besonders weil es ihnen bis heute gelingt, ihren Sinn und Zweck zu verbergen.(Näheres siehe Asterix und Obelix)
2 Wanderungen auf der Chausse de Mejean zum Chaos de Nimes und auf der Corniche entlang der Abstürze zum Gorges du Tarn und zum Gorges de la Jonte machen wir noch bei Sonnenschein, dann trifft wieder eine Regenfront ein.
Diese treibt uns über die Chausse Larcac nach Süden und über das Städtchen Sauve ans Meer bei Aigues Mortes in der Camargue.
Unsere nächsten Ziele sind die Ardeche – Schluchten und die östlichen Cevennen, wenn das Wetter wieder mitspielt.

Liebe Grüße an daheim
AuG

Stammkloster von Charles de Foucauld

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