Archive for Oktober 2013

Nun sind wir wirklich auf der Heimreise!
Wir haben unsere Freunde Yasmina und Reinhard getroffen und mit ihnen noch 2 Tage verbracht, dann haben sich unsere Wege wieder getrennt.
Es geht nun rhoneaufwärts – vorbei an Weinbaugebieten, an wunderschönen Chateaus und charmanten Städtchen. Wir sind schon recht neugierig, da wir diesen Heimweg noch nie gewählt haben.

Nachsatz: Unser Familienhund Leon ist ganz traurig,dass wir nicht mehr gemeinsam mit unseren Freunden unterwegs sind, gestern habe ich einen kl.Film auf den Computer geladen und Leon hat die Stimme von Yasmina gehört, ist aufgesprungen und zur Autotür und hat sehnsüchtig hinaus geschaut – mit der Hoffnung…….

Aber es gibt ja ein Wiedersehen mit unserer Familie und den Freunden
Bis bald

AuG

Nachsatz:

Nun sind wir seit 28.10. glücklich wieder daheim,haben so zu sagen das Winterlager bezogen – und unsere Gedanken schweifen schon wieder in Richtung Ferne – wir halten es wie O.Fischer und behandeln unsere Krankheiten stiefmütterlich
Bis zum nächsten Mal
AuG

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Uzes 20.10.

Wenn es die Wetterverhältnisse erlauben, unternehmen wir immer Wanderungen so ungefähr 21/2 h bis 3 1/2h reine Gehzeit. Es sind immer wunderschöne , auch historische Wege die manchmal steil auf/ab gehen uns durch wunderliche und verwunschene Wälder führen. Mit Moos bedeckte Steine, durch Kastanienwälder oder Wiesen mit herbstlich gefärbten Sträuchern. Es gibt viel zu sammeln – wie Brombeeren fürs Müsli oder Kastanien. Wir benötigen dann natürlich immer länger, wie angegeben. Aber dafür liegt so manches romanisches Kirchlein am Wege oder wir gehen überhaupt tolle Aussichtswege (Corniche)
Unsere Literatur: Wanderführer von Rother für die Auvergne und Cevennen mit Ardeche; weiters kaufen wir uns auch IGN Wanderkarten vorort oder holen uns ausführliche Informationen bei den Tourismusbüros.

Heute schreiben wir aus Uzes. Die Domaine „Saint Firmin“ hat neben den Kellern zum Keltern einen schönen einfachen Übernachtungsplatz eingerichtet, der sich gut zur Verkostung der Weine eignet.
Die alte Stadt neben uns ist Fußgängerzone und hat viel Charme und Architektur zu bieten.
Viele Tage, in denen wir die Täler des Gardon de Saint Jean, des Tarn, Ardeche und des Gard ou Gardon besuchten, liegen hinter uns und wir müssen ans Heimfahren denken. Wir werden es nicht schaffen, auch nur annähernd alle interessanten Orte, Berge und Täler dieser Gegend zu sehen.
Nächste Woche geht’s nach Norden der Rhone entlang zum Genfersee und durch die Schweiz nach Hause. Wir verlassen die Cevennen schweren Herzens und trösten uns mit den Gedanken, Familie und Freunde wiederzusehen. Und dass hoffentlich auch 2014 ein neues Entdeckungsjahr wird.
Den Reisen bleibt unsere Leidenschaft.

Nachsatz:
was gefällt uns so an Frankreich: mit dem WOMO ist es einfach zu bereisen (besonders in der Vor-und Nachsaison)! Viele Dörfer und Städte haben Plätze fürs Übernachten reserviert. – meistens gratis ,oft ist auch noch Ver- und Entsorgung (für Wasser und WC) gratis oder der Automat schluckt dafür € 2.–!
bei uns in Österreich sieht man leider immer nur Verbotsschilder! WOMO-Gäste sind wenig willkommen. Es gibt übrigens in Frankreich ein dichtes Campingnetz, die Preise zw. 10.– und €15.– und in Österreich kosten diese doppelt soviel!
Das Essen ist ausgezeichnet und bei uns in Österreich sicher nicht billiger! Es ist selbstverständlich, dass Wasser und Brot gratis gereicht wird. Der Espresso kostet meistens € 1.– bis € 1,50!
Dann gibt es in vielen Städten oder bei den Einkaufszentren angebunden Waschmaschinen samt Trockner in Selbstbedienung. Besonders günstig, in der Zwischenzeit kann man einkaufen oder tanken gehen, während die Wäsche wieder sauber wird.
Die Menschen sind durchwegs sehr freundlich und gelassen. Es wird uns weiter geholfen oder vorgefahren, wenn wir die“aire communale de camping-car“ nicht finden.-
was fällt uns noch auf:
die Schulen sind meistens erst um ca 16h30 aus – es gibt hier auch eine höhere Frauenerwerbstätigkeit. Dieser Umstand hängt einfach zusammen!
In den Schulbussen fährt immer eine Begleitperson mit.
In den Supermärkten ist an den Kassen kein Gedränge, denn die/der KassiererIn wartet bis man eingepackt hat und wünscht auch noch einen schönen Tag.
Antwort auf immer weniger Landärzte: mobile Untersuchungswägen.
Es gibt viele Wochenmärkte und ein großes Angebot an Biowaren! – leider gibt es auch furchtbar viele AKWs :-(((((
es gibt auch viele Fox Terrier, doch am Land sind die meisten im Kotter eingesperrt :-(((((
und niemand beseitigt den Hundedreck:-(((((
die Liste lässt sich sicher erweitern!

und was im Herbst nicht so schön ist: es wird schon früh dunkel dafür spät hell!

Alles Liebe daheim wünschen euch Anneliese und Günther

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Camargue 4.10

Im Kloster N.D.de Neiges, einer Station für Pilger, parken wir neben dem Schild „Taureau mauvais“ d.h. Stier böse!! Die Herde bleibt friedlich und wir bleiben, um die 3 Seigneurs, eine Berggruppe zu erklimmen.
Das Kloster wird von den „kleinen Brüdern“ bewohnt, die ihrem ermordeten Mitbruder Charles de Foucauld ein Andenken bewahren.Zufällig stoßen wir schon wieder auf diesen Menschen, nachdem wir seine Einsiedelei in Algerien aufsuchten(2002). Er hat viel für die Touareg getan ohne sie zu missionieren und hat ihre Sprache erforscht und aufgeschrieben. 1916 wurde er von Räubern im Hoggar Gebirge ermordet.
Eine weitere Pilgerstation am Jakobsweg ist das Dorf Thines mit seiner Kirche aus dem 12.Jdht.im einsamen Tal. 8 Bewohner und eine Gite de Etap gibt es da. Wir bekommen eine herrliche Ente serviert und weil es zu schütten angefangen hat, fährt uns der Wirt die Wegstrecke zum Auto zurück.
Traurige Geschichte schrieben hier die Soldaten des 3.Reiches am 4.8.1943, als sie auf der Suche nach Mitgliedern der Resistance sämtliche Einwohner, Männer und Frauen erschossen.

Viel älter, nämlich ca. 4500 Jahre ist die Geschichte von 154 Menhiren, die auf einer weiten Hügelfläche Wache stehen und von uns bestaunt werden. Besonders weil es ihnen bis heute gelingt, ihren Sinn und Zweck zu verbergen.(Näheres siehe Asterix und Obelix)
2 Wanderungen auf der Chausse de Mejean zum Chaos de Nimes und auf der Corniche entlang der Abstürze zum Gorges du Tarn und zum Gorges de la Jonte machen wir noch bei Sonnenschein, dann trifft wieder eine Regenfront ein.
Diese treibt uns über die Chausse Larcac nach Süden und über das Städtchen Sauve ans Meer bei Aigues Mortes in der Camargue.
Unsere nächsten Ziele sind die Ardeche – Schluchten und die östlichen Cevennen, wenn das Wetter wieder mitspielt.

Liebe Grüße an daheim
AuG

Stammkloster von Charles de Foucauld

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